Skip to main content

Full text of "X Collection 220B"



X Collection 
INDEX 



Page:. 



Barcode Number 

LIBRARY OF CONGRESS 




Mil llll! Hill Mil |,i Hi 




020 534 802 5 
LIBRARY OF CONGRESS 



I llllll Mill Mill, llll llll: 



C 



in inn Minimum mil mi mi 




020 534 803 7 



LIBRARY OF CONGRESS 

llll Si!! lllli II!!! !!!.'! !!!!! !!!(! !!!!! !!!!! !!<!! ■«!• mi im 



020 534 804 9 
LIBRARY OF CONGRESS 



iiiiii Mm Mm hi urn 



I Hill Mil lllll Mill III! Ill III: 



020 534 805 
LIBRARY OF CONGRESS 

Nl] Mill lllll lllll Mill lllll Mil mil Hill mil iiii Jin 



I 




020 534 806 2 

LIBRARY OF CONGRESS 
iiiii! iiii liiii iiii'i jiiil ■!!■! Ill" ""i "'n ii mi 



IIIIII 




020 534 807 4 



Box Number 






22/5 



riz 



TP? 



Total of 
Volumes 



n 



m 



tf 



7| 



3f 



51 



Call Number 






W7QM.Z c i ^^ 



tmi) 






U^S' 



W%mi (W52-W57) 

r^jy l*i- \5% 



mu.iQi-w^ 



Wttl-WWl 



c 



L 



C 




C 



c 



L 



I 



AGYPTEN BIST DU! From i PufaUcatkm« Procur m If 

■edenen Selbst- 



k 







er saltzufrie 



Was mufi erst geschehen, ehe Du ausden? Schlaf Deiner 

gefalligkeit geweckt wirst? 

Du glaubst - es liegt alles so weit von Dir, dafi kein Skua Dich aus dem 

Traum des Wirtschaftswunders wecken kann. 



2 - APR- 3 
MM 



aVl 10 -.7 

■MMjlessen*llecih**'< 



Du irrst! AGYPTEN BRENNT 

Die riicksichtslosen Absatze einer Invasorenarmee zertreten eii ^ 

auf Selbstbestimmung in seiner jahrtausend alten Kultur begrhndei Tuigt. 

Raffgierige Profitjager mifigonnen den 'Fellachen das letzte Stuck Brot. 

Und sie nehmen sich das - was sie wollen - mit Gewalt. 

Und heuteist es Agypten - und morgen bist es Du - mit Deinem sorgsam 

beniiteten Wirtschaftswunder. 

Der Wolf steht vor der Tiir! 

Willst Du weiter in Ruhe leben - dann schlage den Wolf tot. _~———^ 

j : . . .^gfiENA?.- 

| Fordere die lreili.it Ag-yplena - es ist ein Kampf fur die eu^^^f^)^ 

ENGLAND - FRAMCREICII 

und alle, die im Herzen mit ihnen verbunden sind - del 
tiber den Zerstorungen Eurer Heere liegt der Schatten des 
Wir warnen die hohen Herren! 

Ihr habt gerichtet und damals Euer Urteil selbst gefallt. 
Kommt - das MajS ist voll. 

DER HEARER WARTET EUER! 




C 



L 



•■ 



L 



C 




L 




IscheVolk 
fallt 
die Entscheidung 



C 



Fur einen Friedensvertrag 
mit Deutschland - 

■ i 

gegen den Generalvertrag 



c 



c 



L 




L 



C 




L 



L 



C 



L 




L 



L 




: 




L 



*, 



L 




L 



L 



L 



SOWJETI 

LAND DES 
LAND DERI 





Herausgegeben von der 
GesellsdiaH fur Oeulsdi- 
Sowjetisdie Freundsdiafl 



BILDZEITUNG VOM W. I. LENIN-WOLGA-DON-KANAL 
NACH SEINER VOUENDUNG 






L 



e 



c 




c 



c 



c 






t 




- 



c 



c 





c 



/ 

Sent to West-Berlin addressees 

by Prof .Dr. Dr. he Correns, Praesident des Nationalrata. 



Appellnirnationalen Aussprache 










Deutscher Rat zur Vorberei 
der Wiedervereinigung gegriindet ff ^| 9 



>w 



Unter Leitung des Prasidenten des Nationalrates der Nationalen 
Front des demokratischen Deutschland, Professor Dr. Correns, trat 
das Presidium des Nationalrates am 22. Oktober 1956 zusammen und 
erbrterte eingehend die Lage in Deutschland und die daraus fur die 
Nationale Front des demokratischen Deutschland erwachsenden 
Aufgaben. Das Presidium des Nationalrates beschloB die Bildung 
eines „Deutschen Rates zur Vorberei tung der Wiedervereinigung" 
und einer Reihe von Kommissionen, deren Aufgabe darin besteht, 
auf den verschiedensten Gebieten des gesellschaftlichen Lebens not- 
wendige Vorarbeiten zur friedlich-demokratischen Wiedervereinigung 
des Vaterlandes zu leisten. 

Nach einer ausfuhrlichen, von hoher nationaler Verantwortung 
getragenen Aussprache, an der sich unter anderen die Herren 
Dr. Dieckmann, Walter Ulbricht, Dr. Hans Loch, Prof. Albert Norden, 
Ernst Goldenbaum, Prof. Josef Stanek, August Bach, Herbert Warnke, 
Dr. Dr. Gereke, Heinrich Homann und Frau Use Thiele beteiligten, 
nahm das Presidium den nachfolgenden BeschluB an: X 'DD26 1 

BeschluO de§ Pra8idium§ des Nationalrats f 

Wo immer Deutsche uber Deutschland sprechen, wo immer die^-^ 
Verantwortung vor der Nation iiber Partei- oder Gruppeninteressen 
gestellt wird, setzt sich die Erkenntnis durch: 

Die Wiedervereinigung ist nur auf der Grundlage des Friedens, der 
Demokratie und des Fortschritts moglich. 

Die Wiedervereinigung kann nur auf dem Wege des Friedens, der 
Annaherung und Verstandigung beider deutschen Staaten vollzogen 
werden. 

Keine Macht der Welt kann Deutschland vereinen, wenn Deutsche 
nicht zu Deutschen find en! 



L 



c 



c 







L 



L 



L 



LC 



f"** Publications ft* 



XDD261 

A 

id 






# 



' 



Z- MAY2"» . 



C " ,i 






Dokumente der Demokratie 



der 



Deutschen Demokratischen Republik 






c 



L 



L 






LO 



From: Publications Procurement 
Office, Berlin 

Library of Congress 

Gift and Exchange Division 

Washington 25, D.C. 

PROGRAMM 



DER VI. WELTFESifSPtEtE 

2 - APR- 

DER JUGEND 

UND DER STUDENTEN 




FUR FRIEDEN UND 
FREUNDSCHAFT 

Moskau 1957 



X-D0261 
.4 
.Z9 



c 



e 



i'rom: Publications Procurenien* 
Office, ' Berlin 




/ , ;/ ***** , . rbtt**' 



t,tfl- 



L 



9% 



c 



c 




L 



c 



L 





LsLvLciUsb 



Ar\jr£$ **A6>iM 



/ 



ENTSPA 




Bundcsvor stand des FDGB • Feriendicnsl dec G e w e rk s c h a f t e n 



c 



c 



L 









(U< IKHISY 




L 






C 






RVmtsditfmdtreffim 




<.*&..m'¥a~ 



SACHEJEDES FRIEDLIEBEHDEN BERUNERS 



" ' ■ A,S» _ w> v. 



-- ■« *• /*>\ 



L 



c 



3rd. 14th MARCH 1957 



u 




,ciPZ\G TRADE FAIR 

LE ' Pt Technical Fair 

and Sample Fair 

X-DD261 



c 



c 



L 






c 




Dr. F.JENSEN -"■- 



])k^mcke 



I 



tteH $e*fitt te*^ ^ebtft? 



KONGRESS - VERLAG GMBH • BERLINW8 




L 








Die Deuischen 

sind 
besatzungs 

miide 




\ 



L 



L 














L 



wir 



1QCT18 

Copy _ 19S7 



*|Sfr 



DD261 
.4 
.29 






schaffen 



TV 



Alff bail DER FRIEDENSWIRTSCHAFI 

DER DEUTSCHEN D E M O K R A T I S C H E N REPUBLIK 

aus eigenei* Kraft 





L 




C 



c 



c 



c 




L 



C 



c 





c 









c 





X-DD261 

A 


FRIEDEI^ 
UNO 


.4 

.19 

/ 


SICHERHEIT 




IN 


■ 


EUROPA 




Rede des Aufienministers der UdSSR Molotow 

Rede des Ministerprdsidenten der DDR Grotewohl und die Deklaration 

der Konferenz fiir europaisdie Sicherheit in Moskau. 


, , — — — ! 



c 



L 



From: Publications Procurement f% - - iv= X ; -CD?6 1 

Office, : J Berlin 



Uanten zu ^j- 




L 




Bericht iiber die Reise 

der sowjetisdien Regierungsdelegation 

nadi Indien 



L 



L 




._ 



c 



c 




hnilen sie es sich 




mMi? 



L 



L 



L 



¥tm: Publications Procurement , j> 

Office, ' Berlin ffg ^ ^ ^ jbO 



XDD261 
"-Z9 




In diesen Tagen erhalten 

600000 Westberliner Haushalte 

die Aufforderung Ihrer Hauswlrte, ab 1. Februar 1957 

zehn Prozent mehr Miete 

zu zahlen. 

i 

Diese Mleterhohung wurde von dem im Abgeordnetenhaus vertretenen 

Parteien einstimmig beschlossen. 



"U 





c 




FRIEDEN 




L 



C 



\t^th- 



'I 



1 OCT 18 

topy _ 1957 



X-DD262 



IflAH IEIIIII 1IT1IITET 
flDF FRDGEff 

80ZIIL0EIIIIITISC1EI 
II1EITEI Oil F0IITIB1IIE 



'M 









L 



c 






c 




Otfiello • Siva no 

Blei- und Zeichenstiffe 
Kopier- und Farbstifte 

mit 2am ^xkiuan 

Inbegriff hochsfer Giife 
in Mine und Holz 



=•■ Schwan stabilo 



NURNBERG 
• gegr. 1855 






c 



Wahlaufruf der KPD 



Wahlerinnen und Wahler in Stadt und Land! 



Noch nie seit 1945 standen wir vor einer 
so ernsten Wahlentscheidung Jeder von uns 
will verhindern, dafi die Biindesrepublik . 
zurn Explosionsherd eines Atorhkriegs wird; 
aber die Regierung Adenauer'treibt genau 
auf dieses Ziel zu. 

Keinen einzigen Vorschlag zur Entspan- 
nung, zur Verstandigung, zur Abriistung, 
zum Verbot der Atomwatfen, keinen ein- 
zigen Schritt fur Sicherheit und Frieden hat 
Adenauer in den acht Jahren gemacht, seit- 
dem er am Ruder ist Im Gegenteil. Er und 
die Kriegsgewinnler und Durchhaltegene- . 
rale, die hinter ihm stehen, setzen alles auf 
eine Karte: auf die Abenteurerpolitik der 
Aufrustung, der Atomriistung. Damit wol- 
len sie jede Internationale Verstandigung 
torpedieren und das wahnsinnige Wett- 
riisten verstarken. 

Alarmierend fiir alle zeigt der Militaris- 
mus mit dem Soldatenmord an der Iller 
wieder sein abscheuliches Gesicht. Gestern 
waren es funfzehn unserer Jungen; sollen 
morgen wieder Millionen fiir Krupp und 
Flick und Pferdmenges sterben, wie schon 
zweimal in unserer Generation? Keinen 
Tag langer darf die Fiihrung der Poli- 
tik in Handen der Leute um Adenauer blei- 
ben, die die Interessen und das Leben un- 
serer Nation verraten und verkaufen. 

Die Kanonenkonige, die Zechenherren, 
die Chemiebarone, die 

Hyanen des Finanzkapitals haben sich 
unter Adenauer mafilos bereiehert. 

Ihnen bringt die Rustung Profit; uns bringt 
sie Preiswucher und ein verscharftes Ar- 
beitstempo, das zahllose Frauen und Man- 
ner im besten Alter zu Invaliden macht. 
Das „Wirtschaftswunder" der Adenauer 
und Erhard, was ist es in Wahrheit? 

Den G 10 Ben die Millionen — den 
Kleinen die Pfennige, 

Luxus und Pracht fiir wenige, — Schi'nden 
und Schuften fiir die Massen! Noch einmal 
vier Jahre Aden^'jer-Regierung, wiflt Ihr, 
was das bedeuten wiirde? Schon liegen in 



Bonn die Plane bereit, um nach den Wahlen 
Preise. und Tarife weiter zu erhohen und 
, neue Angriffe gegen die Rechte der Ge- 
werkschaften zu fiihren. 

H Mft 'der Aufrustung kam das rechtswi- 
drig'e Verbot der KPD. Auf das KPD- Ver- 
bot folgen faschistische MaBnahmen gegen 
andere demokratische Organisationen, folgt 
die Unterdruckung der Meinungsfreiheit, 
folgt die Pogromhetze Adenauers gegen 
die SPD, um sich damit an der Macht zu 
halten und seinen verderblichen Kurs fort- 
zusetzen. Soil es weitergehen mit Ueber- 
fallen auf Gewerkschafter, mit der Aus- 
schaltung aller Gegner des herrschenden 
Regimes'' ■ Hunderte von Hitlers Blutrich- 
tern sind wieder in Amt und Wiirden. Nazi- 
generale, wie Speidel. Heusinger und 
Kammhuber, SS-Offlziere fiihren das Kom- 
mando in der Bundeswehr, Darum mufl die 
Wahlentscheidung am 15 September lauten: 

Kein neues 1933! Kein neues 1939! 
Alle Kraft fiir Frieden und Freihcit, 
fiir nationale und soziale Sicherheit! 

Im Wahlkampf vor vier Jahren hat Aden- 
auer geschworen, alles fiir die Wiederver- 
einigung zu tun. Und was hat er getan, 
nachdem er gewahlt war? 

Er hat die Bundesrepublik der NATO 
angeschlossen. er hat sich jedem Abzug der 
Besatzungstruppen widersetzt, er hat ame- 
rikanische Atomkanonen auf unserem Bo- 
den stationieren lassen, er hat die Wehr- 
pflicht eingefiihrt und damit eine Militar- 
grenze quer durch Deutschland gezogen, er 
hat die KPD verboten. Er hat mit all dem 
die Wiedervereinigung blockiert Soil dieser 
Kanzler des Rustungskapitals nach dem 
15. September auch noch einen Sperriegel 
von Atomwaffen quer durch Deutschland 
Ziehen diirfen? 

Adenauer und seine CDU/CSU sind be- 
reit, lieber Krieg gegen die Deutsche Demo- 
kratische Republik zu fiihren, als sich mit 
ihr zu verstiindigen So setzen sie das Leben 
unseres Volkes aufs Spiel; uns 50 Millionen 
Deutsche in der Bundesrepublik wiirden im 



Ernstfi 
nichter 
Atomtr 

Darurr. 
Wahlei 

Schla 
Erzw 
tik 
in 

Fort 
riis 

Schlt 
siei 

Hera 

Alles 

fiir 

Dei 

Einsc 
Wh 
Re« 
bot 

Hohe 
Pre 
sch 
fiir 

Sozia 

Hil: 

Re§ 
Vei 
sch. 
nar 
den 
run 
Vat 

Das s: 
stischen 
chen d 
Mehrhe 

Mit a 
auer-Pa 

Koir 

damit d 

Nici 
der 



J 



c 



fe 



c 



oZ^xt™*™ 



Lc 

#170 






<D 



X-DD261 



er 



.Z5 



Hauptfeind 






Gmndfragen aus dem 30. Plenum ties ZK 
derSozialistischen Einheitopartei Deut8chland§ 



\%, 



L 



L 



L 



4|7j < 



ifrc-m; Publications Procurement 
Office, " :-:,,;:.,, 



^BctUCZk 



8- APR- 3; 






tmqm 



zhz A&ge in HZeZlih 

von Alfred Neumann 
1 Sekretar der Bezirksleitung GroG-Berlin der SED 

X-DD261 

.4 

FA 



I 



L 



C 



L 




ongress 
Gift and Exchange Division < ^ 
Washington 25, D,C. L ,, 

Ippgil zur nationalen Aussprache 




Deut§cher Rat zur Vorbereitung 
der Wiedervereinigung gegriindet 

Unter Leitung des Prasidenten des Nationalrates der Nationalen 
Front des demokratischen Deutschland, Professor Dr. Correns trat 
das Presidium des Nationalrates am 22. Oktober 1956 zusammen und 
erorterte eingehend die Lage in Deutschland urid die daraus fur' die 
Nationale Front des demokratischen Deutschland erwachsenden 
Auigaben. Das Prasidium des Nationalrates beschloB die Bildung 
eines „Deutschen Rates zur Vorbereitung der Wiedervereinigung" 
und einer Reihe von Kommissionen, deren Aufgabe darin besteht, 
auf den verschiedensten Gebieten des gesellschaftlichen Lebens not- 
wendige Vorarbeiten zur friedlich-demoWtischen Wiedervereinigung 
des Vaterlandes zu leisten. 

Nach einer ausfiihrlichen, von hoher nationaler Verantwortung 
getragenen Aussprache, an der sich unter anderen die Herren 
Dr. Dieckmann, Walter Ulbricht, Dr. Hans Loch, Prof. Albert Norden 
Ernst Goldenbaum, Prof. Josef S1;anek, August Bach, Herbert Warnke' 
Dr Dr. Gereke, Heinrich Homann und Frau Use Thiele beteiligten' 
nahm das Prasidium den nachfolgenden Beschluti an: 

BescSiSuf] des Presidiums des National nils 

Wo immer Deutsche iiber Deutschland sprechen, wo immer die 
Verantwortung vor der Nation iiber Partei- oder Gruppeninteressen 
gestellt wird, setzt sich die Erkenntnis durch: 

Die Wiedervereinigung ist nur auf der Grundlage des Friedens, der 
Llemokratie und des Fortschritts moglich. 

Die Wiedervereinigung kann nur auf dem Wege des Friedens, der 
Annaherung und Verstandigung beider deutschen Staaten vollzogen 
werden. B 

Keine Macht der Welt kann Deutschland vereinen, wenn Deutsche 
mcht zu Deutschen finden! 

X-DD261 

.: 3§ 



v? 



L 



L 



_m: Publication h-oeurem.nl h , -, / 

office «„,.. »«• Grab L(/ 

m 



Berlin 




Betriebszeitung der Sozialistischen Einheitspartei Deutsehlands 
Betriebsparteiorganisation Telefunken / SickingenstraBe 



April 1957 



Jetxt erst rechft! 



&.- Mf\Y2% 



1CS7 



X-DD.261 

.4 

1. Mai ohne Unternehmer 
und unter roten Fahnen ! 

konnte Seine Absfcnt, to *i MaTzu** l£S l£f lr CD U-Vor8«zende Lemmer 



Adenauers Beauftragter in West- 
berlin, Lemmer, hatte bekanntlich in 
emer BesprEchung, an der neben 
Amrehn (CDU) von der SPD Suhr 
und Franz Neumann teilnahmen, ka- 
tegonsch verlangt, man miisse den 
DG-B in die Schranken verweisen. 

Es ware untragbar gewesen, am 
1. Mai mit der CDU gemeinsame 
fcacne zu machen. Die CDU ist die 
treibende Kraft bei der Erhohu-ng 
der Brotpreise und anderen Preisen 
bei der Enhohung der Mieten und der 
Zerschlagung der einheitlichen So- 
zialversicherung. Mit dieser Partei 
der NATCNPolitiker konnten die Ar- 
beiter keine gemeinsame Kundgebung 
machen und gegen ihre eigenen In- 
teressen demonstrieren. Der Senat 
muflte den Rudolf- Wildte-Platz fur 
eine Gewerksehaftskundgebung zur 



Verfugung stellen, denn es hatte ge- 
nugend Strai3en und Platze in Ber- 
lin gegeben, urn tinter den Losungen 
der Arbeiter zu demonstrieren. 

Der 1. Mai als traditioneller 
Kampftag der Arbeiter muB in West- 
berhn Hohepunkt des Kampfes der 
Arbeiter fur die Entmachtung der 
Monopole und fur die friedlicfae 
Wiedervereinigung werden. Wir 
brauehen in Berlin nicht Zollmauern 
und taktische Atomwaffen, sondern 
die Verstandigung der Arbeiter flir 
die Aktionsgemeinschaft gegen die 
Konzerne und Militaristen. 

Die Monopol- und Konzernherren 
in Westdeutschland und Westberlin 
sind heute wieder machtiger denn 
je. Zu ihrer Stutze haben s:e den 
raubgierigen deutschen MiUtarismue 



L 



C 



From: Publications Procurement , Gi 
Office, 



Berlin ^|7^ " S ^%>* 

DEMOKRATISCHE POLIZEl 

ORGAN DER GRUPPE DEMOKRATISCHER POLlZElffiAlATEN IN BERLIN* 

April 1957 



T#= 






. - - 



7Q 



Es kommt auch auf uns an! 

Aktuelle Probleme der Wiedervereinigung Deutschlands 



Wenn die Arbeitnehmer aus den 
Stadten und Dorfern der Bundes- 
republik am 1. Mai zu Kundgebun- 
gen und Demonstrationen zusam- 



Zutn Geleif 

•(las Organ „Demokratische Polizei", 
dessen erste Ausgabe wir hiermit 
den Kollegen ubergeben, ist aus den 
Mitteilungsblattern der Gruppe de- 
mokratischer Folizeibeamten in Ber- 
lin hervorgegangen. Sein Sinn nnd 
Zweck laBt sich daher leicht um- 
reiBen: Das neue Organ soil mehr 
noch als die frfiheren Mitteilungen 
wichtige Probleme des polizeilichen 
Dienstes, der Politik und der Ge- 
werkschaftsarbeit beruhren, sie aus 
demokratischer Sicht prufen und so 
den Lesern die richtige Orientierung 
geben. 

Zweifellos kann unser Blatt die- 
sem seinen Zweck auch gerecht wer- 
den. Denn wir, die aus Sorge nm 
die Demokratie in Berlin die Gruppe 
demokratischer Polizeibeamten ge- 
grfindet haben, stehen selbst im Polizei- 
dienst. Wir sind langjahrige Gewerk- 
schaftler und verfugen dank unserer 
bisherigen Arbeit fiber enge Kontakte 
zu Freunden in der Bundesrepublik. 

Auf diese Grundlage stfitzt sich das 
Organ „Demokratische Polizei". Es 
zum standigen Heifer der Kollegen 
zu machen - das bleibt unser vor- 
nehmstes Anliegen. 



fnenkommen, so drangt sie dazu 
nicht nur die gewerkschaftliche Tra- 
dition. Nein, der Feiertag der Arbeit 
besitzt in diesem Jahr eine im dop- 
pelten Sinne aktuelle Bedeutung: 
Er mufl einerseits den durch die 
neue Teuerungswelle akut gewor- 
denen sozialen Forderungen der Ge- 
werkschaften Nachdruck verleihen 
und soil andererseits eindringlich 
vom Verlangen des Volkes nach der 
Einheit Deutschlands kiinden. „Wie- 
dervereinigung ohne Gewalt — doch 
__ bald", das ist die vom DGB ausge- 
' gebene Parole. Das ist die Devise 
fur den 1. Mai 1957. 

Wer wollte und konnte dieser De- 
vise nicht zusitimmen? Sie entspricht 
in allem den Wunschen der meisten 
Deutschen im Westen wie im Osten 
und nennt mit dem Bemerken „ohne 
Gewalt" auch die Grundbedingung 
jeder konstruktiven Wiedervereini- 
gungspolitik. Umso notwendiger er- 
scheint es, priifend zu fragen: Be- 
stehit die Chance, daB die gute Mai- 
Parole des DGB bald Erfullung 
findet? Nimmt die gegenwartig am- 
tierende Bundesregierung Kurs auf 
die friedliche, gewaltlose Wieder- 
vereinigung unserer Heimat? 
» 

Wer die Politik der Regierung 
Adenauer mit wachem Auge ver- 
folgt, der sieht seit Jahr und Tag 
stets ein und dasselbe Bild. Da geht 
der Aufbau der Bundeswehr und 
ihre Ausriistung mit modernen 
Warden munter voran. Da schwort 



C 






AIJSSTHMITI 



XDD261 
.4 ^ 
a9 



Faksimile-Wiedergaben aus der Fachliteratur und Tagespresse der Sowjetzone, zusammen- 
gestellt von der Publikationsstelle des Bundesministeriums fur gesamtdeutsche Fragen 




S: 



»Oberschuler in Uniform « 

Erste Kadettenanstalt in der Sowjetzone 






Im September 1956 errichtete das "Ministerium fur Nationale Ver- 
teidigung" der Sowjetzone in Naumburg/Saale die erste Kadetten- 
anstalt. 

■ 
Dortwerdenin dem Gebaude des ehemaligen "Koniglichen Kadetten- 

hauses" Jungenzwischen 12 und 15 Jahren, meist Kinder vonStaats- 

und Parteifunktionaren und Angehorigen der "bewaffneten Streit- 

krafte" von Offizieren und Unteroffizieren der "Nationalen Volks- 

armee" zu verlafilichen Offizieren, "die der Arbeiter- und Bauern - 

macht treu ergeben sind" herangebildet (Neue Berliner Illustrierte, 

Ostberlin, 2. Februarheft). Die Kadettentragen Uniform, ihrTages- 

ablauf ist durch "bestimmte militarische Richtlinien" geregelt. 

AnlafrLich des "Jahrestages der Nationalen Volksarmee" am 1. Marz 
veroffentlichte die Presse der Sowjetzone erste Bildberichte liber 
die Naumburger Kadettenanstalt; eineAuswahl ist im folgenden wie - 
dergegeben. Neben der militarischen Ausbildung wird, wie der Be- 
richt auf Seite 7 zeigt, der ideologischen Schulung und Ausrichtung 
besondere Beachtung geschenkt. Aus technischen Griinden muCte 
sich der Nachdruck von Bildern auf einen Bildartikel beschranken. 



Die „Ausschnitte" erscheinen in zwangloser Folge und begrenzter Auflage. Sie werden, je nach dem Gegenstand 
der einzelnen Ausgabe, an Fachinteressenten abgegeben und konnen, soweit die Auflage reicht, bei der Publika- 










# 



m 



c 



f?+3 



;/ 



L 



/ 



L 



L 



u. 




IY 



L 



Im CASINO am Funkturm treffen 
sich die STAHLHELM- Fascist 

Sie trommelu fur die 

Wehrpfliehi 

in West-Berlin! 




KDD261 
A 

.Z9 



c 






L 



. 



A ^ 
Deutsche! tyl**, 

Kriegsteilnehmer ! 4 J n { 

Eliern der lahrgange 1929-1934! > / 1 






HTUNG!!! 




X-DD261 
.4 
.29 




Der Barras kommt!" 

Sollen "sere Sonne uber den Hof der Schulzendorf-, Gallwitz- und 
Krupp-Kaaerne gescheucht werden? 

Ehern in Weslberlin ! 

Wollt Ihr Eure Sohne wieder „geradebiegen« und spater als 

..Himmelfahrtskommando" 

in den Tod jagen lassen? 



J, 



c 



i, 



L 



Ft, 






; 



oS^^P^curc^Pz- MAY29 



^c 




Kindergeneral Wends 



X-DD, 
A 
.29 



c 



J 



Qtaieke, dfrruder - 



Am 10. Marz 1945 muBten sich Kreuzberger Hitlerjungen des 
Bannes 6/II auf ihrem Bann am Spittelmarkt zum Appell ein- 
finden. 

Sie, die Kameradschaften und HJ-Fiihrer hatten die „Ehre", 
als 16jahrige zu den Fahnen z?u eilen, um unter Kindergeneral 
Wenck Berlin zu entsetzen. 

Speidel wurde als Oberbefehlshaber der NATO-Landstreit- 
krafte ernannt. 

Heusinger, ebenfalls ein alter Hdtlergeneral, war maBgeblich an 
der Ausarbeitung der Plane zum Uberfall auf die Sowjetunion 
betedligt und hat heute gleichfalls eine fiihrende Kommando- 
stelle inne. 

Am 1. April sollen wieder deutsche Jungen in die 

NATO-Kasernen einziehen. 

j 

Audi viele Westberliner werden dabei sein. Bekanntlich sind 
gegenwartig 10 Prozent aller NATO-Soldaten Berliner Jungen. 

Wir, die Freie Deutsche Jugend, women vor 
soldi einer Entwiddung. 

Wir fordern das Verbot jeglicher Werbung far 
die Bundesarmee in Berlin! 

dU jueie d**. dtusgA&e* p* die. NATO-ikmee, fSoMde^K wi*.: 

Eine gesicherte soziale Existenz! 
Gleicher Lohn bei gleicher Arbeit! 
40-Stunden-Woche fur Jugendliche! 
Aufhebung des Bildungsprivilegs an den Schulen! 

Freie Deutsche Jugend 
Kreuzberg 



J 




I 



mi*? 4 



# 




X-DD261 

A / 



.. ■ 



%- APR- 3 

G£§7 'aaatiw, 1S5? 



£C- 



Rundfunkstationen ( 

and Presseorgane Westberlins 

belugen Sie unaufliorlicli 

and hetzen zum Krieg! 

Westberliner Burger! 

Sie miissen die Wahrheit erfahren! 

floren Sie de§halb den deutschen 

*1 a m a Ir ■• at f s «» h a m R .. n , I f „ „ | r f 



Steglitzer Arbeiter! 



Steglitzer Burger! 



mi- 



kdnn zum Weltbrand werden. 



LC 




m 

Betriebsrate! • Steglitzer Arbeiter! 



erhindert das geplanle 

„JTAHLHELM"-TREFFEN 

Der „STAHLHELM" plant zum 13. November in Friedenau, 
Lokal „Prinz Handjery", HandjerystraBe 42, Telefon Nr. 835016, 
eine faschistische Provolcation gegen die Berliner Arbeiter! 

Unser aller Massenprotest muft das verhindern ! 

Entsendet sofort Delegationen und Protestschreiben zum 
Bezirksbiirgermeister WOLF, Rathaus Schoneberg. 

Fordert das Verbot des N Stahlhelm"-Treffens 

Alle miiitaristisdien Organisationen miissen verboten werden! 



*\%\ 



B a 7X d I g t di t M i 1 i t a r i s t a a J 2 - APR- 3 

r ~ 7fT - , a»a»gti *WJR 

In diesar Woch* 1st la Bo.on *in* Legends . zsrstbrt word an - die £egend* 
vom " d«mokrati3:;::x."*a Kqinmii H ..In diasar Wo oh* haban dia Militaristen vom 

q j a 

Schlage dar- Spalls!, Hausiagar, Wftasftj Kessalring usw. gazeigt, wi*"sich 
di* kunftig* fiatwlskiuag rr^v^lUn. la diasar Wooha haban in Bonn jen* 
Parlamentariar d.*£ SPD, di** Itshfjt? eifrig an dor Militarisierung " demo- 
kratiach " mi tgtarh aiiieo haban, *in*a kraftigan PuBtritt erhaltea. 
Was ist gesohehsa f * 

Am Ml i two eh hab*m die ODU - Wahrsjcpertan im sogenanntan Verteidigungs- 
ausschuB des Bund* stag a & im Autf trag* dar Generalitat und ihres Ministers 
StrauB dia v.lar staadigta Unter&usschuss* disses Parlamementsgrmiums 
kurzerhand aufg*15st» Um dan protest dar SPD haban sia sich nioht im g*- 
ringsten geschart. Im Sag ant; ail, sia haban dan SPD - Leuten frech ins 
Gesicht gasagtj Wir brauchan iucth nicht m*hrj aura H«d«reien verzbgern 
nur dia sehaell* Aufatallung dar ArmeaJ auBerdem said ihr nicht einmal 
zuvarlaasigj hi as gahfc as um gaheima Sachen, und da kann man euch nicht 
trauenl 

Man muB sioh b<si dftisem Vorgang daran erinnern, walcha Illusionen di* 
SPD-FUhrung just an diesa Ausfichiisse und dia sogananntan " Kontrollfunk- 
( >n*a des Parlaunsnts " gakaupf fc.hatta. Sia hat alien Ernstes dia An - 
^rcht verbreitat, •« sal mbg.!.'--;h, dur-sh dia . parlaraantarischen Instiinkti- 
on*n dia neu* Arm** im Adenauar =• Staat zu " damokratisieren ". Das war 
auch ihr* Bagriindung fur. di* aktiv* Mitarbait von SPD- Par lament arisen 
b*i dar Planung, AufBtal.luug und Ausriistung dieser Armae« Mit diesar 
Begrundung wies sia all* Porderungen zurUok, dam wiadararstehenden d*ut- 
schan Militariamua mit d«r ganzan Kraft dar Volksmassan entgeganzuwirken* 

Dagagan hattaa f.?*ilich di* Militaristen ganz und gar nichts einzuw*nd«n. 
Inzwlsch*n aber 8 lad sieban Divisionea mit einam Mannschaf tsbestand von 
70 000 Mann ( aaoh off iz Lallan Angaben ) aufgestellt und die entscheiden- 
dan Gesatza flir Yfahrpfiioht, Dianstzeit usw. Bind durohgepeitscht. Jetzt 
kann man schon and are auftretan und sioh diesar'» pariamantarisohen Schwat- 
z«r entledigan. Sia tun damit nur, was sie schon immar getan haben, im 
Kaisarreish und la dar Weimarer-fiepublik. Bel dem Vorhandensein von 70000 
Mann lb" sen sia dia Parlamantsauschiissa auf. Man kann sioh ausraohnan, was 
sie tun warden, wmm sia 500.000 und mehr M a nn zur Verfiigung haben j dann 
ware es wiedar so wait, da.B man mit *ia*m • Ldutnant und drei Mann sozial- 

■nokratlsch* R*gierung*n davonjagen kann. 



L 



7/ir haban das. salt J.ahrea, von Anfang an da:a sozialdemokratischen Ge~ 
nossan gasagt, w.:.r haban g*wamtf War dan Militaristen auch nur dan klei- 
nan Pingar r*ieht, dar wird sohlieBlich nicht nur PuBtritta arntan, 



'2 - JUN20 

Qr*is 1QR7 



c 




Atome — La vie ou la rnort, la prosperite ou la 
ruine, le bonheur ou les souffrances . . . Qui ne s'est 
pas demande a l'occasion ou tout cela nous menera, 
depuis que le 6 aout 1945, la premiere bombe atomi- 
que tomba sur Hiroshima rependant comme jamais 
auparavant la mart et l'effroi, la panique et la ter- 
reur, la maladie et les epidemies. 

II y va de la question de savoir si la bombe atomi- 
que sera un moyen de menace et d'extorsion dans la 
politique, un mot a l'emporte-pieoe dans la guerre 
froide, ou si l'energie nucleaire sera un outil entre 
les mains des hommes, pour former une nouvelle 
ere avec des possibilites insoupgonnees, pour se ser- 
vir de la nature et de ises forces enormes, pour une 
vie, que les meilleurs n'ont pas ose rever aux cours 
des siecles. 

L 'exploitation de l'energie atomique est peut-etre 
la plus grande decouverte de I'humainite. Elle peut 
se tourner vers la destruction ou vers une vie 
agreable. Qui ne le sait pas aujourd'hui ! 

La scission nucleaire, la bombe, l'hydrogene, le 
cobalt — tout cela provoque chez chacun d'entre 



nous des reflexions, des idees dans les sens les plus 
diff erents ; la peur de ce qui pourrait survenir ; l'in- 
certitude, le mepris f rivole de la vie ; ou aussi des 
soucis et un pessimisme ; mais aussi la plus grande 
responsabilite morale de l'avenir de toute vie hu- 
maine. Qui n'a jamais ressenti tout cela ! 

La mere et le pere, les jeunes et les vieux sont 
reunis et en parlent a l'occasion, parce qu'il s'agit de 
la vie et de la vie des enfante, pour lesquels nous 
sommes la. 

Et voila qu'arrive quelque chose. 

Les hommes qui ont reconnu toutes ces nouvelles 
possibilites, qui les ont decouvert, les ont essaye, ces 
hommes, qui ont ainsi place la decision sur la ruine 
ou la meilleure vie entre les mains des hommes, les 
savants atomistes dirigeants du monde elevent leur 
voix. 

Dix-huit personnahtes de renommee mondiale, 
parmi lesquelles 4 Prix Nobel, en appelent aux Alle- 
mands et a tous les peuples du monde : Arretez, il y 
a peril en la demeure, devenez conscients, pour 
echapper a la destruction et sauvegarder la vie ! 



L 



C 



Oix-huit physiciens de reputation 
jndiale de l'AUemagne occideft- 
ale, les professeurs Fritz Bopp, Max 
Born, Rudolf Fleischmann, Walther 
Gerlach, Otto Hahn, Otto Haxel, 
Werner Heisenberg, Hans Kopfer- 
mann, Max von Laue, Heinz Mayer- 
Leibnitz, Josef Mattauch, Fr. A. 
Paneth, Wolfgang Pauli, Wolfgang 
Riezler, Fritz Strassmann, Wilhelm 
Walcher, Carl Friedrich von Weiz- 
saecker et Karl Wirtz, ont public 
une declaration le 12 avril 1957 dans 
laquelle ils affirment solennellement 
qu'aucun d'eux ne participera de 
quelque fagon que ce soit a la 
construction, a 1'experimentation ou 
a l'emploi d'armes atomiques et 
s'elevent contre l'equipement de 
l'armee de l'AUemagne occidentale 
dans l'O.T.A.N. avec des armes 
atomiques. 

Dans leur declaration, les savants 
avertissent de l'effet destructif 
monstreux des armes nucleaires de 
tout genre et soulignent : 

« Les armes nucleaires tactiques 
possedent la puissance destructrice 
de bombes atomiques normales. On 
les designe comme « tactiques » pour 
exprimer qu'elles ne seront pas 
seulement employees contre les 
-egions habitees, mais aussi contre 
>s troupes dans les combats terres- 
es. Chaque bombe ou obus tacti- 




le professeur Dr. Hahn 

que atomique possede une puissance 
destructrice comparable a la pre- 
miere bombe atomique qui a detruit 
Hiroshima. Mais puisqu'aujourd'hui, 
il existe un nombre d'armes nucle- 
aires tactiques beaucoup plus grand, 
la puissance destructrice dans l'en- 



semble serait beaucoup plus grande. 
Ces bombes ne sont designees comme 
« petites » qu'en comparaison avec la 
« bombe » strategique, developpee 
entretemps, surtont la bombe a 
hydrogene. 

Autant qu'on sache, il n'existe pas 
de limite naturelle a la possibilite 
de developpement de la puissance 
exterminatrice des armes tactiques 
strategiques. Par suite de la radio- 
activite des bombes a hydrogene, on 
pourrait aneantir, probablemet au- 
jourd'hui deja, la population entiere 
de la Republique Federale. Nous ne 
connaissons aucun moyen technique 
de proteger les populations contre 
ce danger. » 

Les savants declarent que la Paix 
mondiale n'est servie que lorsque la 
Republique Federale « renonce ex- 
pressement et volontairement a la 
possession d'armes atomiques de 
tout genre ». « De toute fagon, nous 
afflrmons, qu'aucun d'entre nous ne 
participera de quelque fagon que ce 
soit a la construction, a 1'experimen- 
tation ou a l'emploi d'armes atomi- 
ques. En meme temps nous soulig- 
nons qu'il est de la plus grande 
importance d'encourager avec tous 
les moyens l'utilisation paciflque de 
l'energie nucleaire, et nous voulons 
y contribuer comme jusqu'a pre- 
sent. » 



L 







From: Publican Procurement 

Office, Ser]ia 







L 



L 



fiir Vertreter und Funkticnare der Id Metall im DGB. 
Werte Kollegen! I Co-?? 1S57| 



In einigen Bezirken, so z.B. im Be z irk Wedding, Reinickendorf und 
Spandau, haben die Mitglieder und Funktionare bereits die neuen 
Gewerkschaftsleitungen fiir die Wahlperiode 1956/57 gewahlt. 

Sicher ist es fur alle Gewerkschaf tsfunktionare von grosser Wichtig- 
keit, aus diesen ersten Versammlungen Schlussfolgerungen zu Ziehen, 
um die Gewerkschaftsarbeit im Verlauf der weiteren Wahlen zu ver- 
bessern. 

Ohne Zweifel zeigte ein Teil der bisher durchgefiihrten Versammlungen, 
dass die Organisation der. Metallarbeiter nicht nur organisatorisch 
gewachsen ist. Auf fast alien Versammlungen, ob auf der Gewerkschaf ts- 
mitgliederversammlung bei Schwartzkopff , der Mitgliederversammlung 
des Wahlkorpers 9 im Bezirk Wedding, auf den Versammlungen der ein~ 
zelnen Siemens-Werke , den Wahlkdrperversammlungen in Spandau oder 
in Reinickendorf, uberall wurde iiber den Streik der schleswig-hol- 
steiner Metallarbeiter diskutiert. 

In einigen Versammlungen, so z.B. in der Versammlung des Siemens- 
Dynamo we rkes wurde beschlossen, sofort mit der Solidaritatssammlung 
fiir die streikenden norddeutschen Kollegen zu beginnen. Auch Erich 
Galle stimmte auf der Versammlung in Reinickendorf den Forderungen 
der Arbeiter zu, in den Betrieben, ohne zu zogern, mit Solidaritats- 
sammlungen zu beginnen. Kollege Franz Warnke erklarte bei Schwartz- 
kopff, ebenso wie der Kollege Karl Lehmann in der AFG Turbine, dass 
der Kampf der schleswig-holstelner Metallarbeiter auch der Kampf der 
Berliner Metallarbeiter sein muss. 

Diese Ausfuhrungen sowie auch die Diskussionen zeigen, wie sich die 
Mitglieder die Gewerkschaftsarbeit in der kommenden Wahlperiode 
vorstellen. Fs geht um die Durchsetzung der Forderungen des Aktions- 
programms auch fiir die westberliner Metallarbeiter. Das ist der 
Auftrag, den die Delegierten fiir die neue Vertreterversammlung %"cn 
ihren Kollegen erhielten. Auf der Reiniekendorfer Wahlversammlung 
kam das besonders deutlich zum Ausdruck. Die Kollegen erwarten, 
dass der lohn- und Manteltarifvertrag fristgemass gelciindigt und 
neue, bessere Bedingungen fiir die Arbeiter durchgesetzt werden. 

-2- 



From: Publications Procurement 
Office, Berlin J 



L 




w 



LZS 



L 



L 



fiir Vertreter und Funkticnare der IG Me tall im DGB. 

Werte Kollegen! ]J ^, JSSTj 

In einlgen Bezirken, so z.B. im Bezirk Wedding, Reinickendorf und 
Spandau, haben die Mitglieder und Ftinktionare "bereits die neuen 
Gewerkschaftsleitungen fiir die Wahlperiode 1956/57 gewahlt. 

Sicher ist es fiir alle Gewerkcchaf tofunktionare von grosser Wichtig- 
keit, aus diesen ersten Versammlungen Schlussfolgerungen zu Ziehen, 
urn die Gewerkschaftsarbeit im Verlauf der we iter en Wahlen zu ver- 
bessern. 

Ohne Zweifel zeigte ein Teil der bisher durchgefiihrten Versammlungen, 
dass die Organisation der Metallarbeiter nicht nur organisatorisch 
gewachsen ist. Auf fast alien Versammlungen, ob auf der Gewerkschafts- 
mitgliederversammlung bei Schwartzkopff , der Mitgliederversammlung 
des Wahlkorpers 9 im Bezirk Wedding, auf den Versammlungen der ein- 
zelnen Siemens-Werke , den Wahlkorperversammlungen in Spandau oder 
in Reinickendorf, uberall wurde liber den Streik der schleswig-hol- 
steiner Metallarbeiter diskutiert. 

In einlgen Versammlungen, so z.B. in der Versammlung des Siemens- 
Dynamowerkes wurde beschlossen, sofort mit der Solidaritatssammlung 
fiir die streikenden norddeutschen Kollegen zu beginnen. Auch Erich 
Galle stimmte auf der Versammlung in Reinickendorf den Forderungen 
der Arbeiter zu, in den Betrieben, ohne zu zogern, mit Solidaritats- 
sammlungen zu beginnen. Kollege Franz Warnke erklarte bei Schwartz- 
kopff, ebenso wie der Kollege Karl Lehmann in der AFG Turbine, dass 
der Kampf der schleswig-holsteiner Metallarbeiter auch der Kampf der 
Berliner Metallarbeiter sein muss. 

Diese Ausfiihrungen sowie auch die Diskussionen zeigen, wie sich die 
Mitglieder die Gewerkschaftsarbeit in der kommenden Wahlperiode 
vorstellen. Fs geht urn die Durchsefczung der Forderungen des Aktions- 
programms auch fiir die westberliner Metallarbeiter. Bas ist der 
Auftrag, den die Delegierton fiir die neue Vertreterversammlung von 
ihren Kollegen erhielten. Auf der Reinickendorfer Wahlversammlung 
kam das besonders deutlich zum Ausdruck. Die Kollegen erwarten, 
dass der Lohn- und Manteltarifvertrag fristgemass gekiindigt und 
neue, bessere Bedingungcn fiir die Arbeiter durchgesetzt werden. 

_2- 



from: Publications Procurement ^/\ 



L 



Office, Berlin 










■ 

fur Vertreter und Funktionare der IG Metall im DGB. 



L 



(. 



Werte Kollegen! 1(7^^ icczi " 

In einigen Bezirken, so z.B. im Bezirk Wedding, Reinickendorf una 
Spandau, haben die Mitglieder und Funktionare bereits die neuen 
Gewerkschaf tsleitungen fur die Wahlperiode 1956/57 gewahlt. 

Sicher ist es fur alle Gewerkschaf tsfunktionare von grosser Y/ichtig- 
keit, aus diesen ersten Versamrnlungen Schlussfolgerungen zu zielien, 
um die Gewerkschaf tsarbe it im Verlauf der v/eiteren Wahlen zu ver- ■ 
bessern. 

Ohne Zweifel zeigte ein Teil der bisher durchgefuhrten Versamrnlungen, 
dass die Organisation der Metallarbeiter nicht nur organisatorisch 
gewachsen ist. Auf fast alien Versamrnlungen, ob auf der Gewerkschaf ts- 
mitgliederversammlung bei Schwartzkopff , der Mitgliederversammlung 
des Wahlkdrpers 9 im Bezirk Wedding, auf den Versamrnlungen der ein- 
zelnen Siemens-Werke, den Wahlkorperversammlungen in Spandau oder 
in Reinickendorf, uberall wurde liber den Streik der schleswig-hol- 
steiner Metallarbeiter diskutiert. 

In einigen Versamrnlungen, so z.B. in der Versammlung des Siemens- 
Dynamowerkes wurde beschlossen, sofort mit der Solidaritatssammlung 
fiir die streikenden norddeutschen Kollegen zu beginnen. Auch Erich 
Galle stimmte auf der Versammlung in Reinickendorf den Forderungen 
der Arbeiter zu, in den Betrieben, ohne zu zogern, mit Solidaritats- 
sammlungen zu beginnen. Kollege Franz Warnke erklarte bei Schwartz- 
kopff, ebenso wie der Kollege Karl Lehmann in der AFG Turbine, dass 
der Kampf der schleswig-holsteiner Metallarbeiter auch der Kampf der 
Berliner Metallarbeiter sein muss. 

Diese Ausfuhrungen sowie auch die Diskussionen zeigen, wie sich die 
Mitglieder die Gewerkschaftsarbeit in der kommenden Wahlperiode 
vorstellen. Fs geht um die Durchsetzung der Forderungen des Aktions- 
programms auch fiir die westberliner Metallarbeiter. Das ist der 
Auftrag, den die Delegierten fiir die neue Vertreterversammlung von 
ihren Kollegen erhielten. Auf der Reinickendorfer Wahlversammlung 
kam das besonders deutlich zum Ausdruck. Die Kollegen erwarten, 
dass der Lohn- und Manteltarifvertrag fristgemass gekitndigt und 
neue, bessere Bedingungon fiir die Arbeiter durchgesetzt werden. 



^_ 



L 



From : PubIicaiiorx3 Procurement 

Office, ' Berlin (> ' 

A 

Sqzialistische Eiaheitspartei Deutschlands n 

Kreis Wilmersdorf . »Z9 A i 

v 

Berlin, dea 2. Januar 1957 



Liebe Ge cross en. 



" APR-S 

10-7 



CC31 



Wir gestatten uns, Eucli zum Jahreswechsel die ailerbesten 
Kampfesgrusse, yor alien Dingen Gesuadheit filr Euch und Eure 
Eamilie zu iibermltteln. 

Viele soziaidemokratische Arbeiter und Ahhanger der SPD stellen 
sich die Erage; Wird der ausscrordentliche Landesparteltag am 
6, Januar 1957 der- Auf tairfe zu eiaer Auderung des politischen 
Kurses in Berlin sein Oder wird der Landesvorstand, wie bisher, 
im alten ausgefaiorc-nen Gleis der Xcalition stouern und sich 
weiterhin den Eorderungea der ODU unterwerfen ? 

Nach uneerer Mei'aujag 1st es notwendig, eino konsequente Politik 
gegen den Klassongegner durchzufuhron. Nur so wird es moglich 
scin, den Belastungen, die durch die Remilitaxlsierung gleich 
zu Anfang des Jahres spircbar sind - Mietpreiserhohung und 
ErhShung vieler Bedarfsgagenstande « zu begegn.ec Eines steht 
fest, die Arbeiterklasse kaan und wird sich keine weiteren 
Verschlechtcrungen mehr gefallen lassen, Es 1st notwendig, den 
GroBaktionarcn die Belastungen aufzuzwingen, die auf Kosten der 
Werktatigen von Jahr zu Jahr ihre Profite und Dividenden erhoht 
liaben, 

Wir bcgrtiBen den Antrag des Kreises Wlimersdorf, der zum 
Hauptiahalt hatte, 

"mit alien Mitteln die unvertretbarcn Preissteigerungen 
zu unterbinden, urn. die notleidende Berliner Bevolkerung 
vor weiteren wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu schiitzen. " 

Es wiirde uns freuen, noch mehr mit Euch in Kontakt zu kommen, - 
urn gemeinsam die Angriffo der Moaopolkapita listen und Milita- 
risten auf die Lobensholtung der Bevolkerung zu zerschlagen. 
In Zusommenarbeit mit alien organisierten und nlchtorgadisier- 
ten Werktatigen wird es uns such in Berlin gelingen, eine Po- 
litik der Verstandigung und Norrnalisierung durchzufiihren. Da- 
mit wird ein entscheidender Beitrag zur Erhaltung des Eriedens 
geleistet und die Lebenshal'cung der Bevolkerung gesi chert wer- 
den. 

Wir wunschen Euch nochmals zum Jahreswechsel alios Gute und 
gemeinsame Erfolge in der polit.ischen Arbeit zum Wohlo der 
Berliner Bevolkerung 



J o ' 



Mit 3ozialistischem GruB 

Sozialistischc Einheitspartel Deutschlands 
Kreis Wi Iraersdorf 

1, Sekretar 

gezo B i b o 



/ 



L 



C 



L 



From: Publications Procurement 
Office, Berlin 



• 



/O 



Was versdiweigl die biirgerlidie Presse 
den westdeutsdien Meitern? 



/'L 



c O X 



-?9 



'»- APR-^. 

Revolutionare Arbeiter-und-Bauern-Regierung 

in Ungarn gebildet 



Budapest. In Budapest wurde ein „Auf ruf der 
Revolutionaren Arbeiter-und-Bauern-Regierung an 
das ungarische Volk" veroffentlicht. Der Aufruf 
lautet: Es hat sich eine Ungarische Revolutionare 
Arbeiter-und-Bauern-Regierung gebildet! 

Am 23. Oktober begann in unserem Lande eine Massen- 
bewegung, deren edles Ziel darin bestand, die partei- 
und volksfeindlichen Fehler, die Rakosi und seine An- 
hanger begingen, zu korrigieren und die nationale Un- 
abhangigkeit.und Souveranitat zu schtitzen. Die Schwa- 
chung der Regierung Imre Nagy und der wachsende 
LinfYifS der in Bcwegung geratenen konterrevolutio- 
naren Elemente brachten unsere sozialistischen Errun- 
genschaften, unseren Volksstaat, unsere Arbeiter-und- 
Bauern-Macht, die Existenz unseres ganzen Heimat- 
landes in Gefahr. 



Das veranlafite uns ungarische Patrioten zur Schaffung 
ciner Ungarischen Revolutionaren Arbeiter-und-Bauern- 
Regierung. 

Die Regierung setzt sich wie folgt zusammen: Janos 
Kadar — Ministerprasident; Ferenc Miinnich — stell- 
vertretender Ministerprasident und Minister fur Streit- 
krafte und (ill en t lithe Sicherheit; Gyorgy Marosan — 
Staatsminister; Imre Horvath — Auficnminister; Istvan 
Kosta — Finanzminister; Antal Apro — Minister fur 
Schwerindustrie; Imre Degen — Minister fur Landwirt- 
schaft; Sandor Ronai — Handelsminister. Die ubrigen 
Ministerposten haben wir vorlaufig unbesetzt gelassen. 
Sie werden nach der Wiederherstellung der gesetzlichen 
Ordnung besetzt, wozu Vertreter anderer Parteien und 
treu zu unserer Volksdemokratie stehende Parteilosc 
cingeladen werden miissen, die bereit sind, mit uns die 
sozialistischen Errungenschaften zu verteidigen. 




u(^f m b&$ frtu$m$d\e Volk 



Die neugebildete Regierung wendet sich an das unga- 
rische Volk: 

Aufruf der Revolutionaren Arbeiter-und-Bauern-Regie- 
rung! Ungarische Briider! Arbeiter! Soldaten! Genossen! 

Unsere Nation durchlebt eine schwere Zeit. Die Macht 
der Arbeiter und Bauern, die heilige Sache des Sozialis- 
mus befindet sich in Gefahr. Unsere Errungenschaften 
der vergangenen zwolf Jahre, die Ihr ungarischen 
Werktatigen und Ihr ungarischen Arbeiter mit Euren 
Handen, durch Eure heldenhafte aufopferungsvolle 
Arbeit geschaffen habt, schweben in groBer Gefahr. 

Die konterrevolutionaren Verschworer entlarven sich 
immer mehr. Sie verfolgen sdionungslos alle Demokra- 
ten. Nyilas-Leute und andere Verbrecher ermorden ehr- 
liche Patrioten und unsere besten Genossen. 

Wir wissen, dafl es in unserem Lande noch viele un- 
gelbste Fragen, noch viele Schwierigkeiten gibt, gegen 
die wir kampfen miissen. Das Leben der Werktatigen 
ist noch langst nicht so, wie es in einem Lande, das 
den Sozialismus aufbaut, sein mufi. Neben dem Fort- 
schritt, der in den vergangenen zwolf Jahren in der 
Zeit der Rakosi-Gerb-Gruppe erzielt wurde, wurden 
viele grofie Fehler und schwerwiegende Verletzungen 
der Gesetzlichkeit begangen, was unter den Werktati- 
gen berechtigte Unzufriedenheit ausloste. 



Die Reaktionare verfolgen ihre selbstsiichtigen Ziele. 
Sie haben die Hand an unsere volksdemokratische Ord- 
nung gelegt. Das bedeutet, da(3 sie die Fabriken und 
Werke den Kapitalisten und das Land den Gutsbesit- 
zem ubergeben wollen. Sie wollen die Gendarmen, 
Polizisten, das ganze alte, verfluchte, dem Volk ver- 
haBte Regime der Unterdriicker und Ausbeuter dem 
Volk aufbiirden. Nicht Freiheit, Wohlstand und Demo- 
lu-atie wurden sie Euch bringen, wenn sie siegten, son- 
dern Sklaverei, Not, Arbeitslosigkeit und erbarmungs- 
lose Unterdriickung. 

Unter Ausnutzung der im Verlauf des Ausbaus der 
Volksdemokratie begangenen Fehler haben reaktionare 
Elemente viele rechtschaffene Werktatige und insbeson- 
dere einen groBen Teil der Jugend, die sich aus ehr- 
lichen patriotischen Regungen heraus der Bewegung 
anschloB, in die Irre gefuhrt. Diese ehrlichen Patrioten 
traten fiir die weitere Entwicklung der Demokratisie- 
rung in unserem ganzen gesellschaftlichen, wirtschaft- 
lichen und politischen Leben ein, was die Festigung der 
Grundlagen des Sozialismus in unserem Heimatland 
gewahrleistet. Sie erhoben ihre Stimme dafur, daB 
Ungarn wachse und gedeihe als ein freier, souveraner 
Staat in Freundschaft mit den anderen sozialistischen 
Landern. Deshalb ist es falsch und verbrecherisch, der- 
artige Menschen wegen ihrer Beteiligung an der Be- 
wegung anzuklagen. 



I 



., 






% - ApR-ai 






c 



I Cos? 



L e a e n! 



Weitergeben! 



Jetzt heifit e3: Klaren Kopf behalten! 









Pie Konzempreass lauft zur Zeit auf Hochtouren. Jeden Tag 
eine neue Scblagzeile! Allen Vaa Euch. sind sicherlich. noch 
einige dieser Zeitungaenten bekannt, die mit groBen tfber- 
schriften erscMeaen sind, doch schon nach kurzsr Zeit ala 

261 

•4 



Lug en entlarvt werden konnten, 
zvim Beispiel: 



bo 



"Malenkow nach Sibirien gebracht!" 
"Mai enkovr g ehangt ; " 

"Jadickes Es war : als wenn die Haut kocht-:", 
"Per Sohn Priedrich Eberts hat sich abgeaetzt! " 
"3ahr,dannn i£ber den Templiner See (Berliner Aufien- 
ring) abgesackt> G-leise hangen in der Luft!" 
"Auf stand in Magdeburg!" 



.29 



'en s doch die 



Biese Aufsahlung liefle sieh bsliebig fortfuh: 

gcnaimtQii Beiapielo genugen* Die Hintergrtind;; fur dieae Zei- 

tungsenten sind* 

Bio Arbeiter Ton iliren eigenen Sorgen und H5ten abzulenken! 
Bie standige Vers ohlechte rung der Bebenslage der Bcvolke- 
rung sell verschleiert werden 



Bie Arbeiter scllen nicht liber ihre eigene 



^e disku- 



C 



c 



tier en? son&ern diirch das oben Aufgofuhrte von ihrem 
berechtig"t;en I'anipf abgehalton werden. 

In einer Sitzung des westberliner Unterneba.er-Ver'bandes 
(nachzulesen im" "Berliner Wirtschaftsblatt'' Nr,42) wurds feat- 
gelegt, in der nachsten Zeit zu folgenden Angriffeii auf die 
Arbeiter iiberzugehens 

1« Produktionsateigerung i$ Ai-beitastunde durch 
gecigiiete MaBnalimen! 

2„ Bie bestehenden Vorgabezeiten mtiasen geandert werden! 
(Bie3es Vorhaben wurde api 25.10. von den 900 Arbei- 
tem bei der ASG- - Turbine dureh einen Streik ver- 
eitelt, Aus dieaen Streik aaohte die T/estpresae keine 
B emb enub e rs chr i ft ! ) / 

3. Streichung der Pauaen, Uberpriifung aller Akkorde, 
uaw, usf„ 

Aus diesen ^aar angefiihrten Punkten 1st klar cr3ichtlich, daS 
der Gene ralangr iff zur weiteren Vers chlechte rung der Bebens- 
lage der Arbeiter lauft. 

Baa erate Ergebnis dieaer Anweisungen is-c.das Ui- «£-:?.! "C9 &v- 
beitageriohts Moabit gegen einen Kesselsenmied, der die Jo-r- 
stunden ven^eigerte und darum fristloa, entlassen wurde. 

Bit to wen den? 









c 















.1 
! 2 - 














! Ccn? 


K o 


1 


1 


e 


g 


e 


a !— 



( \PR 



■ 



Weiterjgeben t 

..A -U- 



L 



Hit der erkacipfteii ArbeitszeitverkUrzung auf erst einmal 45 Stunden 
erfolgt yon aeiten der Unternehmer ein G-eneralangriff auf die 
Arbeit 3::'klasse. e , Man will die abgerungenen 3 Stunden doppelt und 
dreifach zu G-unsten der Unternehmer wieder wettmachen. 
Wie G3 geachehen soil, wurde auf einer Greheimtagung der Unterneh- 
mer fostgelegt* 

Um alle So 11 eg en rechtzeitig auf diese Gefahr hinzuweisen, sehen 
wir es ala uii3ere Pflicht an, die von den Unternehmern festgeleg- 
te linie bekanntzugeben* 

Uachstehend einige Punkte der besehlo3senen Richtlinien, die das 
Organ der Industrie- und Handelakammer, "Die Berliner Wirtschaft" 
in ffr. 42/56 veroffentlicht hat: 

"Es kommt also darauf an, die Produktivitat, d.h. die Pro- 
duktionslei3tung je Arbeitsstunde, durch geeignete MaSnah- 
men so zu steigem, da£ ktinftig mit einer geringeren Zahl 
von Arbeits stunden die gleiche Produktionsmenge wie bisher 
erzielt werden kann,,,, .„ 

>« oBestohende Vorgabezeiten kdnnen geandert werden, wenn 
technische und organisatorische Ve rand e rung en durcb.gefuh.rt 
wordon sind* Der Zweck solcher Rationalisierung be3telit ja 
nicht darin, die Akkordlohnempf anger zu unverdienten Er~ 
hbliungen ihrer Arboitsentgelte koiamen zu lassen. .., 

seaPemer ist eine genaue, laufende Ermittlung der Pehl- 
3chichten bzw» Pehl3tunden irinerhalb der einzelnen Lohn- 
perioS3n zu empf ehlcn, . . „ 

. . ,Mit den tlbergang zur 45stimdigen Arbeitswoche entf allt 
mithin die gesetzliohe Voraussetzung fur die Gewahrung des 
Hausarbcitstagea, „ , * 

...Die Pehls-sunden mussen aber auch nach ihren einzelnen 
Griiinden (Unfalle, Krankheiten, Tarifurlaub, entschuldig-- 
tea und unentschuldigtes Pernbleiben) aufgegliedert wer- 
den, urn den beeinfluBbaron Ursachen entsprechend naclige- 

hvn zu kdnnen, . , „ 



L 



,,,,die vielfachen Wunscho von Arbcitnehmern nach Ertei- 
lung von Sonderurlaub bzw. Preistellung von der Arbeit 
zur Erledigung privater Angelegenheiten durften meisten3 
nicht mehr gerechtf ertigt sein..,-, , 

3 »,Ebenso diirfte es sich empf ehlen, in Verbindung mit der 
Arbeit3zeitverkurzung eine bessere Kontrolle der punkt- 
lichen Arbeitsaufnahme und eine wirksamere Unterbindung 
des vorzeitigen Arbeitsachlusscs einzufuhren, . . «, 

c o oMaschineiiarbeitcr kdnnen auch duroh Beobachtung der 
Strcmkurve iibc.Tr/acht werden. . . . 

. . oFur diejenigen Betricbe, in denen eine Bezahlung der 
Arbeitapausen eingefuhrt ist, ergibt sich die nahe.i^ agen- 
do Prage, ob sie mit der Arbeitszeitverkurzung diesen Zu- 
stand nicht beseiti^en sollten...* 

*o<,Die Bezahlung der Pruha tucks- , Mittags- und Vesper- 
pausen ist deshal^ tarifwidrig. . <, « 

D 2.6 1 bitte wenden ! 
.4 



L 






2 - APR- 3. 

Co?? 







APPBLL AOS HENNIBSM1F 



J 



In einer Stunde ernster Gefahr, 
die durch die Wiedereinfiihrung der 
allgemeinen Wehrpflicht in einem 
Teil Deutschlands fur alle friedlie- 
benden Menschen heraufbeschworen 
wird, wenden wir Arbeiter, Ange- 
stellte, Techniker, Ingenieure und 
Wissenschaftler der Lokomotivbau- 
Elektrotechnischen Werke „Hans 
Beimler" in Hennigsdorf uns in fol- 
gender Sache an die offentliche Mei- 
nung: 

Die Menschen in beiden Teilen 
Deutschlands sind heute in vielen 
Fragen verschiedener Meinung, einig 
aber ist sich die uberwiegende Mehr- 
heit der Bevdlkerung in beiden deut- 
schen Staaten darin, daB Deutsch- 
land endlich ein Land des Friedens 
werden mufi und dafi von Deutsch- 
land her nie wieder Kriegsgefahr 
iiber Europa und die Welt gebracht 
werden darf. 

Gerade weil im deutschen Volke 
e feierlichen Verpllichtungen der 
germachte aus den Jahren nach 
5 noch in guter Erinnerung sind, 
rstehen wir nicht, wieso heute auf 
Drangen der Westmachte die Ein- 
fiihrung einer allgemeinen Wehr- 
pflicht in der Bundesrepublik er- 
zwungen wurde, obwohl die Regie- 
rung der Deutschen Demokratischen 
Republik sich verpflichtet hat, auf 
die Einfiihrung der allgemeinen 
Wehrpflicht zu verzichten. Die Ein- 
fiihrung der allgemeinen Wehr- 
pflicht widerspricht den weltweiten 
Bestrebungen fur eine allgemeine 
Abriistung. Wir arbeiten heute noch 
unter Opfern daran, die Folgen des 
2. Weltkrieges in Deutschland zu 
uberwinden und deshalb sind wir 
dagegen, daB wiederum junge Men- 
schen in Deutschland zu Krieg und 
Bruderkrieg gedrillt werden. 

Darum bitten wir jeden verant- 
wortungsbewuBten Deutschen, dem 
es ennst ist um dias Wohl seiner Fa- 
milie und das Gedteihen unseres Va- 

Gezeichnet: 



terlandes, seinem EinfluB dahin gel- 
tend zu machen, daB der Wille der 
Mehrheit des deutschen Volkes in 
dieser Frage Gehor findet, indem er 
sich unserem Aufruf anschlieBt. 

Wir sind keine Diplomaten in vol- 
kerrechtlichen Fragen, aber wir 
glauben, daB es nicht nur fur 
Deutschland, sondern fur alle V61- 
ker Europas gut ware, beide deut- 
schen Staaten in eine Zone der be- 
schrankten Riistung einzubeziehen. 
Wir haben die Hoffnung, daB die 
Schaffung einer solchen Zone und 
der Verzicht auf die allgemeine 
Wehrpflicht in ganz Deutschland 
wichtige Beitrage fiir die allgemeine 
Abriistung in der ganzen Welt sein 
konnte. Aus unserer taglichen Arbeit 
wissen wir, wie dringend tuchtige 
Hande in alien Berufen gebraucht 
werden. Deshalb unterstiitzen wir 
jede MaBnahme, die auf eine syste- 
matische Verringerung aller Trup- 
pen und Waffen in der Welt gerich- 
tet ist und die von alien Volkern 
immer starker gefordert wird. 

Mit groBer Besorgnis haben wir 
aus den Erklarungen namhafter 
westdeutscher Wissenschaftler er- 
sehen, daB durch die Experimente 
mit Atom- und Wasserstoffbomben 
die Radioaktivitat auf der Erde der- 
art gesteigert wird, daB Gesundheit 
und Leben vieler Menschen in di- 
rekter und indirekter Weise ernst- 
haft bedroht sind. Wir sind der Mei- 
nung, daB die Bedrohung der Men- 
schen durch Atom- und Wasserstoff- 
bomben beseitigt werden muB und 
daB die Atomenergie der Mensch- 
heit zum Segen und nicht zum 
Fluche gereichen soil. Deshalb sind 
wir dagegen, daB noch immer im 
Westen unserer Heimat Atomwaffen 
stationiert werden und glauben, daB 
uns die Menschen in alien Teilen 
unseres Vaterlandes unterstiitzen. 

Die Forderung des Weltfriedens- 
rates an alle Machte, die Experi- 



mente mit Atom- und Wasserstoff- 
bomben einzustellen, ist uns aus 
dem Herzen gesprochen. 

Wir wenden uns daher an alle Ar- 
beiter, Angestellten, Techniker, Inge- 
nieure, Wissenschaftler und alle 
friedliebenden Menschen in der Deut- 
schen Demokratischen Republik und 
in der Bundesrepublik, mit uns ge- 
meinsam den Weltfriedensrat zu 
bitten, geeignete Schritte zu unter- 
nehmen, um alle Regierungen, vor 
allem die GroBmachte und die Orga- 
nisation der Vereinten Nationen 
darauf hinzuweisen, daB von der 
Entwicklung in Westdeutschland 
eine ernste Gefahr ausgeht und daB 
es notwendig ist, auf die Wehrpflicht 
in ganz Deutschland zu verzichten 
und die Stationierung von Atomwaf- 
fen in ganz Deutschland zu verbie- 
ten. 

Das wiirde dem Geist der Vereinba- 
rungem der Regierungschefs der vier 
GroBmachte auf der Genfer Konfe- 
renz entsprechen. 

Wir wissen, daB die Verstandi- 
gung der Deutschen untereinander 
die Sache unseres Volkes ist. Wir 
wissen aber audi, daB auslandische 
Krafte diese Verstandigung erschwe- 
ren und deshalb wenden wir uns 
mit diesem Appell an den Weltfrie- 
densrat. 

Unterstiitzen wir alle die Bemtt- 
hungen, um die Schaffung fester Ga- 
rantien fiir eine friedliche Entwick- 
lung in Deutschland und in Europa. 
Nie darf unseren Kindarn widerfah- 
ren, was wir in der Vergangenheit 
an bitterem Leid erlitten haben. Je- 
der muB mithelfen, damit die Sehn- 
sucht der Menschen nach Wahrheit, 
nach Freiheit und Frieden ihre Er- 
fiillung findet. 

Hennigsdorf, den 7. August 1956 



L 



M*r»*tf %>$, Techm/fer, Fvt/fca/7$ee Ber/wer Sfc fy 

t /L&jU. Ai~~.y>0<**/ y*£!eW<,-/6. &*&t&'^- 



%*t*&pt t X*~f»tM**r M.mSp&rfA Bt&.. tfa/£fa,w<r *S~ 

gavi-C Q^H "3*"f " v . - ~; &t*L~\jdf{ /rr.4jtkt*vii4~* Jf^ 



St 






cSAh, 



J"-. 



<$%S)X¥dr-^ ytiuw^pAlkJL;- 0*4. |v. CWvSJw. *f 



L 




mm aus hbnnigsdorf 






-. 



In einer Stunde ernster Gefahr, 
die durch die Wiedereinftihrung der 
allgemeinen Wehrpflicht in einem 
Teil Deutschlands fur alle friedlie- 
benden Menschen heraufbeschworen 
wird, wenden wir Arbeiter, Ange- 
stellte, Techniker, Ingenieure und 
Wissenschaftler der Lokomotivbau- 
Elektrotechnischen Werke „Hans 
Beimler" in Hennigsdorf uns in fol- 
gender Sache an die offentliche Mei- 
nung: 

Die Menschen in beiden Teilen 
Deutschlands sind heute in vielen 
Fragen verschiedener Meinung, einig 
aber ist sich die iiberwiegende Mehr- 
heit der Bevolkerung in beiden deut- 
schen Staaten darin, daB Deutsch- 
land endlich ein Land des Friedens 
werden muB und daB von Deutsch- 
land her nie wieder Kriegsgefahr 
uber Europa und die Welt gebracht 
werden darf. 

Gerade weil im deutschen Volke 
"ie feierlichen Verpflichtungen der 
Bgermachte aus den Jahren nach 
/45 noch in guter Erinnerung sind, 
erstehen wir nicht, wieso heute auf 
Drangen der Westmachte die Ein- 
fiihrung | einer allgemeinen Wehr- 
pflicht in der Bundesrepublik er- 
zwungen wurde, obwohl die Regie- 
rung der Deutschen Demokratischen 
Republik sich verpflichtet hat, auf 
die Einfiihrung der allgemeinen 
Wehrpflicht zu verzichten. Die Ein- 
fiihrung der allgemeinen Wehr- 
pflicht widerspricht den weltweiten 
Bestrebungen fiir eine allgemeine 
Abriistung. Wir arbeiten heute noch 
unter Opfern daran, die Folgen des 
2. Weltkrieges in Deutschland zu 
iiberwinden und deshalb sind wir 
dagegen, daB wiederum junge Men- 
schen in Deutschland ,zu Krieg und 
Bruderkrieg gedrillt werden. 

Darum bitten wir jeden verant- 
wortungsbewuBten Deutschen, dem 

es eimst ist urn das Wohl seiner Fa- 
milie und das Gedteihen unseres Va- 

Gezeichnet: 



terlandes, seinem EinfluB dahin gel- 
tend zu machen, daB der Wille der 
Mehrheit des deutschen Volkes in 
dieser Frage Gehor findtet, indtem er 
sich unserem Aufruf anschlieBt. 

Wir sind keine Diplomaten in vol- 
kerrechtlichen Fragen, aber wir 
glauben, daB es nicht nur fiir 
Deutschland, sondern fur alle V61- 
ker Europas gut ware, beide deut- 
schen Staaten in eine Zone der be- 
schrankten Riistung einzubeziehen. 
Wir haben die Hoffnung, daB die 
Schaffung einer solchen Zone und 
der Verzicht auf die allgemeine 
Wehrpflicht in ganz Deutschland 
wichtige Beitrage fiir die allgemeine 
Abriistung in der ganzen Welt sein 
konnte. Aus unserer taglichen Arbeit 
wissen wir, wie dringend tiichtige 
Hande in alien Berufen gebraucht 
werden. Deshalb unterstutzen wir 
jede MaBnahme, die auf eine syste- 
matische Verringerung aller Trup- 
pen und Waffen in der Welt gerich- 
tet ist und die von alien Volkern 
immer starker gefordert wird. 

Mit groBer Besorgnis haben wir 
aus den Erklarungen namhafter 
westdeutscher Wissenschaftler er- 
sehen, daB durch die Experimente 
mit Atom- und Wasserstoffbomben 
die Radioaktivitat auf der Erde der- 
art gesteigert wird, daB Gesundheit 
und Leben vieler Menschen in di- 
rekter und indirekter Weise ernst- 
haft bedroht sind. Wir sind der Mei- 
nung, dafi die Bedrohung der Men- 
schen durch Atom- und Wasserstoff- 
bomben beseitigt werden muB und 
daB die Atomenergie der Mensch- 
heit zum Segen und nicht zum 
Fluche gereichen soil. Deshalb sind 
wir dagegen, daB noch immer im 
Westen unserer Heimat Atomwaffen 
stationiert werden und glauben, daB 
uns die Menschen in alien Teilen 
unseres Vaterlandes unterstutzen. 

Die Forderung des Weltfriedens- 
rates an alle Machte, die Experi- 



mente mit Atom- und Wasserstoff- 
bomben einzustellen, ist uns aus 
dem Herzen gesprochen. 

Wir wenden uns daher an alle Ar- 
beiter, Angestellten, Techniker, Inge- 
nieure, Wissenschaftler und alle 
friedliebenden Menschen in der Deut- 
schen Demokratischen Republik und 
in der Bundesrepublik, mit uns ge- 
meinsam den Weltfriedensrat zu 
bitten, geeignete Schritte zu unter- 
nehmen, um alle Regierungen, vor 
allem die GroBmachte und die Orga- 
nisation der Vereinten Nationen 
darauf hinzuweisen, daB von der 
Entwicklung in Westdeutschland 
eine ernste Gefahr ausgeht und daB 
es notwendig ist, auf die Wehrpflicht 
in ganz Deutschland zu verzichten 
und die Stationierung von Atomwaf- 
fen in ganz Deutschland zu verbie- 
ten. 

Das wurde dem Geist der Vereinba- 
rungen der Regierungschefs der vier 
GroBmachte auf der Genfer Konfe- 
renz entsprechen. 

Wir wissen, daB die Verstandi- 
gung der Deutschen untereinander 
die Sache unseres Volkes ist. Wir 
wissen aber auch, daB auslandische 
Krafte diese Verstandigung erschwe- 
ren und deshalb wenden wir uns 
mit diesem Appell an den Weltfrie- 
densrat. 

Unterstutzen wir alle die Bemii- 
hungen, um die Schaffung fester Ga- 
rantien fiir eine friedliche Entwick- 
lung in Deutschland und in Europa. 
Nie darf unseren Kindern widerfah- 
ren, was wir in der Vergangenheit 
an bitterem Leid erlitten haben. Je- 
der muB mithelfen, damit die Sehn- 
sucht der Menschen nach Wahrheit, 
nach Freiheit und Frieden ihre Er- 
fiillung findet. 

Hennigsdorf, den 7. August 1956 



, l*t>/m.WfS.-4- #**/t*r **b»*f 



L 



^W '%^, Techm/fa) fvt/himsee Berf/ier Sfc fy 



<>(?* 



$*j*li>p( i Xh^UU*^ t&~U*t&rfA &*&:, /!«M*.~*i: -tS- 

#>Vi (titt, kfiiah****, fat***/***/ Mt&Ac A* . 

<j!?aU/j-tW^ Mt&*w*;}»&^jL- iht-p*.$x>te,\k. ■uf' 



I 



ii 

■ 







£ m APR*"** 



-3 i 

tzLX 



APPBIL AUS HENNIGSDORF 



In einer Stunde ernster Gefahr, 
die durch die Wiedereinfuhrung der 
allgemeinen Wehrpflicht in einem 
Teil Deutschlands fiir alle friedlie- 
benden Menschen heraufbeschworen 
wird, wenden wir Arbeiter, Ange- 
stellte, Techniker, Ingenieure und 
Wissenschaftler der Lokomotivbau- 
Elektrotechnischen Werke „Hans 
Beimler" in Hennigsdorf uns in fol- 
gender Sache an die offentliche Mei- 
nung: 

Die Menschen in beiden Teilen 
Deutschlands sind heute in vielen 
Fragen verschiedener Meinung, einig 
aber fst sich die uberwiegende Mehr- 
heit der Bevolkerung in beiden deut- 
schen Staaten darin, daB Deutsch- 
land endlich ein Land des Friedens 
werden muB und daB von Deutsch- 
land her nie wieder Kriegsgefahr 
iiber Europa und die Welt gebracht 
werden darf. 

Gerade weil im deutschen Volke 
die feierlichen Verpflichtungen der 
'egermachte aus den Jahren nach 
J45 noch in guter Erinnerung sind, 
'^* 'rerstehen wir nicht, wieso heute auf 
Drangen der Westmachte die Ein- 
ftihrung einer allgemeinen Wehr- 
pflicht in der Bundesrepublik er- 
zwungen wurde, obwohl die Regie- 
rung der Deutschen Demokratischen 
Republik sich verpflichtet hat, auf 
die Einfiihrung der allgemeinen 
Wehrpflicht zu verzichten. Die Ein- 
fiihrung der allgemeinen Wehr- 
pflicht widerspricht den weltweiten 
Bestrebungen fur eine allgemeine 
Abrustung. Wir arbeiten heute noch 
unter Opfern daran, die Folgen des 
2. Weltkrieges in Deutschland zu 
uberwinden und deshalb sind wir 
dagegen, dafi wiederum junge Men- 
schen in Deutschland zu Krieg und 
Bruderkrieg gedrillt werden. 

Darum bitten wir jeden verant- 
wortungsbewufiten Deutschen, dem 
es ennst ist um dias Wohl seiner Fa- 
milie und das Gedteihan unseres Va- 

Gezeichnet: 



terlandes, seimem EmfluB dahin gel- 
tend zu machen, daB der Wille der 
Mehrheit des deutschen Volkes in 
dieser Frage Gehor findtet, indem er 
sich unserem Aufruf anschlieBt. 

Wir sind keine Diplomaten in vol- 
kerrechtlichen Fragen, aber wir 
glauben, daB es nicht nur fur 
Deutschland, sondern fur alle V61- 
ker Europas gut ware, beide deut- 
schen Staaten in eine Zone der be- 
schrankten Rustung einzubeziehen. 
Wir haben die Hoffnung, daB die 
Schaffung einer solchen Zone und 
der Verzicht auf die allgemeine 
Wehrpflicht in ganz Deutschland 
wichtige Beitrage fiir die allgemeine 
Abrustung in der ganzen Welt sein 
konnte. Aus unserer taglichen Arbeit 
wissen wir, wie dringend tiichtige 
Hande in alien Berufen gebraucht 
werden. Deshalb unterstiitzen wir 
jede MaBnahme, die auf eine syste- 
matische Verringerung aller Trup- 
pen und Waffen in der Welt gerich- 
tet ist und die von alien Volkern 
immer starker gefordert wird. 

Mit grofler Besorgnis haben wir 
aus den Erklarungen namhafter 
westdeutscher Wissenschaftler er- 
sehen, daB durch die Experimente 
mit Atom- und Wasserstoffbomben 
die Radioaktivitat auf der Erde der- 
art gesteigert wird, daB Gesundheit 
und Leben vieler Menschen in di- 
rekter und indirekter Weise ernst- 
haft bedroht sind. Wir sind der Mei- 
nung, daB die Bedrohung der Men- 
schen durch Atom- und Wasserstoff- 
bomben beseitigt werden muB und 
daB die Atomenergie der Mensch- 
heit zum Segen und nicht zum 
Fluche gereichen soil. Deshalb sind 
wir dagegen, daB noch immer im 
Westen unserer Heimat Atomwaffen 
stationiert werden und glauben, daB 
uns die Menschen in alien Teilen 
unseres Vaterlandes unterstiitzen. 

Die Forderung des Weltfriedens- 
rates an alle Machte, die Experi- 



mente mit Atom- und Wasserstoff- 
bomben einzustellen, ist uns aus 
dem Herzen gesprochen. 

Wir c wenden uns daher an alle Ar- 
beiter, Angestellten, Techniker, Inge- 
nieure, Wissenschaftler und alle 
friedliebenden Menschen in der Deut- 
schen Demokratischen Republik und 
in der Bundesrepublik, mit uns ge- 
meinsam den Weltfriedensrat zu 
bitten, geeignete Schritte zu unter- 
nehmen, um alle Regierungen, vor 
allem die GroBmachte und die Orga- 
nisation der Vereinten Nationen 
darauf hinzuweisen, daB von der 
Entwicklung in Westdeutschland 
eine ernste Gefahr ausgeht und daB 
es notwendig ist, auf die Wehrpflicht 
in ganz Deutschland zu verzichten 
und die Stationierung von Atomwaf- 
fen in ganz Deutschland zu verbie- 
ten. 

Das wurde dem Geist der Vereinba- 
ruingen der Regierungschefs der vder 
GroBmachte auf der Genfer Konfe- 
renz entsprechen. 

Wir wissen, daB die Verstandi- 
gung der Deutschen untereinander 
die Sache unseres Volkes ist. Wir 
wissen aber audi, daB auslandische 
Krafte diese Verstandigung erschwe- 
ren und deshalb wenden wir uns 
mit diesem Appell an den Weltfrie- 
densrat. 

Unterstiitzen wir alle die Bemii- 
hungen, um die Schaffung fester Ga- 
rantien fiir eine friedliche Entwick- 
lung in Deutschland und in Europa. 
Nie darf unseren Kindern widerfali- 
ren, was wir in der Vergangenheit 
an bitterem Leid erlitten haben. Je- 
der muB mithelfen, damit die Sehn- 
sucht der Menschen nach Wahrheit, 
nach Freiheit und Frieden ihre Er- 
fullung findet. 

Hennigsdorf, den 7. August 1956 



ffl*v**r<t fy>r%. Tsc/im'fer, Fqlkansez Ber/wer S/r fy 



H> &&K. Mj&*~*4*~f'jfrn*rA;fo 



L 



A b$j>4. JL^—yO^ /'^Ua^/a. &p&*6*H+ 



/t/a*jftl* fttm* 



!{^,U>Uh** , "cfcl^-JfS^eft TQ&nUtr. ?' 



f*f»^ t kt^nAitt^- M^UaetOrfA &*&:. /?«/!&,««-*<: *S~ 

L&*£ (Met , o%4^/* Sicts dfctfkr, ( rffcc/co/r. -^ 

■tJSai/LkW' VummCp&»{L« &».$/*%&&>■. '*3~ 



L 



L 



L 



j? rom : ru&ications f rocurecq en» 
Office, Berlin 



% - APR- 3 



r^* " rt - — — — ■' R 



£C 



Werte* Kollegtl lfi$7 — -•* 1$>M ^ 

Gerada in dsa letsten Tagen zeigt sioh immer deutlicher, dai3 die 
NATO-Strategen auah naoh dea westberliner Jugendliohen greifea. 
Alarmieread muss di© Tatsaohe wirken, dafl die neuen Strafbestimmun- 
gea der westdeutsohen NAT0-|D^tt« auoh fUr Westberlin wirksam seia 
sollen. 

Uasere Partei hat deshalb dem Senat und dem Abgeordnetenhaus sowie 
der Fraction der SPD einen Antrag gegen die Werbung westberliner 
Jugeadlicher Uberrelcht. Wir erlauben uas, Dir diesea Antrag zur 
Kenntnis zu gebea uad bitten Dion, darUber auch im Kreise Deiaer 
Ko liege a zu spreohen, damit der Wille der westberliaer Arbeit er, 
sioh schtitzend vor die Jugend zu stellen, zur Tat wird. 

■ 

■ 



■ XDD26X 
An die .4 

Fraktion der Sozialdemokratischea 
Parte! Deutschlaads 



.19 



Werte Geaosseaf 

Am 29,11.56 habea wir dem Prasideaten des Abgeordrietenhauses, Herrn 
Willi Brandt, beiliegenden Aatrag ttbergeben. Dieser Aatrag sieht 
vor, jede Art der Rekrutierung von Jugeadliohen Westberlins (auoh 
die Werbung von Preiwilligen) fUr die westdeutsohe Armee und die 
geplante Anwendung des Wehrstrafgesetzes in Westberlin zu verhln- 

dem 

la vielaa westdeutsohen Stadten, so in MUnohen, Augsburg, Ulm, und 

in 58 Gemeinden Hessens, usw. haben die zustandigen Parlamente es 

abgelehnt, den Rekrutierungsplanen der Adeaauer-CDU Folgt zu 

lelstea. 

Auoh Eure ParteifUhrung hat sioh gegea die Einfiihrung der allge- 

meiaen Wehrpflioht ausgesproohen. 

Auf Grund Surer par lame atarlsohen Mehrheit im Abgeordnetenhaus habt 

Ihr die Mb'gliohkeit, alle Plane der Bonner Militaristen zu verhin- 

dVra. 

Stellt Euoh mit uns sohtitzead vor unsere Jugend. 

V/ir ersuohen Euoh, unseren Aatrag im Abgeordaetenhaus zu unter- 

attitzen Oder einen gleiohartigen Antrag einzubriagen. 

Mit sozialistisohem Grufl! 

Sozialistisohe Einheitspartei Ueutsohlands 
Bezirksleitung Grofl-Berlin 

Kommission der Wahlervertreter 
gez. Bruno Baum 



L 






An den 

Kreisvorstand der S P D 

Kreuzberg 



i 






Offener Brief 



X-DD261 

.4 

.Z9 



2- APR- 3 

lay— mb 



■« 



Qu 






- 



L 



L 



Werte Genossen! 

Seit fast vier Jahrzehnten demonstrieren alljahrlich die Werktatigen 
Berlins zur Gedenkstatte der Sozialisten nach Friedrichsf elde . Am 
15. Januar 1919 wurden die unerschrockenen Vorkampfer des deutschen 
Volkes gegen Militarismus und Volkermord, fur Frieden, Freiheit und 
Sozialismus 

Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg 

von den Banden kaiserlioher Offiziere des Generals Luttwitz und Oberst 

Reinhard meuchlings ermordet. Arbeiterblut flofl damals in den Straflen 

Berlins ! 

In den Jahren von 1933 bis 1945, in den finsteren Nachten der 

f asohistischen Reaktion, wurden Tausende von antif aschistischen 

Widerstandskampf ern umgebracht . 

Der Sozialdemokrat Rudolf Breitscheid wurde ebenfalls wie der 
Kommunist Ernst Thalmann ermordet. 

Die Reaktion fragt nicht, ob Sozialist oder Christ, sie fragte nicht, 
ob parteiloser Arbeiter, Sozialdemokrat oder Kommunist. 

Die faschistischen Morder werden von den Konzernen der Krupp , der 
IG Farben usw. finanziert. 

Die Herren Aktionare brauchen die Unterdriickung der Arbeiterklasse , 
wenn sie durch Vorbereitung eines neuen Krieges zu grofleren Profiten 
kommen wollen! 

Nur so und nicht anders kann man auch die Zulassung und finanzielle 
Unterstiitzung der 83 faschistischen Organisationen und milita- 
ristischen Verbande , vom Kyf fhauser-Bund bis zum ,,Stahlhelm" , in 
Westberlin betrachten. 

Dieselben Morder, welche Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg toteten, 
die im zweiten Weltkrieg der Menschheit unsagbares Leid gebracht 
haben, sitzen heute wieder in den entscheidenden Machtposi- 
tionen des Staates in Westdeutschland und Westberlin. 

Die Konzerne sind, anstatt enteignet, den Herren Kriegsinteressenten 
von Siemens & Co. zurtickerstattet worden. - Damit besitzen diese 
Herren die wirtschaf tliche und politische Macht in Westberlin, dar- 
uber sollte sich kein klassenbewuBter Arbeiter hinwegtauschen lassen. 

Andern wurde sich daran zunachst nur etwas, wenn die sozialdemokra- 
tische Mehrheit im Abgeordnetenhaus den bereits im Jahre 1947 selbst 
zugestimmten BeschluB zur Enteignung der Konzerne durchfiihren wurde. 
Bei der Durchfuhrung dieses Beschlusses hatte die Fraktion der SPD 
im Abgeordnetenhaus die voile Unterstiitzung aller sozialistischen 
Wahler in Berlin und dariiber hinaus in der ganzen Welt. 






c 



L 



From: Publication Procurement L C 

Office, Berlin 

Library of Congress 



a- 



L 






LC 



verstondignng in erste Pffldill 



c 



c 



£ 






cc 



Fr e ie De ut s che Juge nd 
Kreisleitung 
Char lo tte nburg 



Berlin, den 13.1.1957 



—~ | 



J5- APR-ii | 



Liebe Jugendfreundin $ lieber Jagendfreundi 

Am 15, Januar 1957 jahrt sich zum 38 . Male der Todestag 
von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht* Beide waren damals die 
Fi&rer der Arbeiterklasse Deutschlands und daher der militari- 
stischen und faschistischen fieaktion ein Corn im Auge, 
1919 ermordeten diese Krafte zwei Verfechter des Sozialismus, 
Von 1933 bis 1945 wurden Millionen fortschrittlicher Menschen f 
die das Vermachtnis von Rosa und Karl f ortsetzten, bestialiscb. 
vernichtet. 

Am 18. Januar dieses Jahres wollen sich die gleichen Krafte von 
Rechts zu einer neuen faschisbischen Saramlung zusammenschlieBen f 
urn dann zum Generalangriff gegen die Arbeiterklasse Deutschlands 
anzutreten, 

K E I N HUES 1933 1 



Unsere Kampfansage gegen Faschismus und Barras wird am 20 Ja- 
nuar 1957 in der groBen Kampf demonstration der Arbeiter Berlins 
zur Gedenkstatte der Sozialisten ihren Ausdruck finden* 

Wir rufen Dich auf J Komm auch Du zu dieser Demonstration am 
Sonatag, dem 20. Januar 1957* 

Treffpunkts 9.45 Uhr GiirtelstraBe Soke Staliaallee, 
Fahrverbindungens U»- und S-Bahnhof Sfcalinallee e 
Stollplatz: Hinter dem Transparent ''Kreis Chariot tenburg".. 

NIEDES MIT FASCHISMUS UND K R I E G 






C 



Mit fi-eundschaftlichen GriiBenl 
FDJ ~ Char lot fee nburg 



v 



an 



AnT18. 



Sosialdemokrat Isoha Einai oat en 
but? Lage in Ungarn 
Von Otto Winze r 
Jahrestag der blutigen 






2 - APR- 3 



Kriatallnacht, die ein V08?apia2 
zum fasohistisohen Masaenmord anj(Vr-y 
den Juden Eur ©pas war, wurden au'f 
einer Preasalconfarenz in Berlin Tat- 
aachen darttber mltgeteilt, wie wait 
die Qrganlsatoren dleser und anderer 
Schandlichkeiten bereits wieder ia 
den Staatsapparat der Bundesrepublik 
eingedrungen sind. Die Sozialdemokra- 
tlt YJestdeutsohlanda hat also alia 
Ursaohe, sorgfaltig darauf zu achten, 
wo Fas c hist en und and ere Reaktionare, 
die Bundesgenoaaen der Bonner Reaktlon 
aind, in eurapSlachen Landern wieder 
an die Macht zu kommen versuchen, la- 
aofern ist as wohl keln reiner Zufall, 
dafl das in Kb*Ia erachelnende Zentral- 

a der SPB, der "Torwarta", sich am 
SiTJTbr ember in meareren Artikela mit der 
faschi8tischen Gefahr befaflte, die aus 
den traglschea Ereignissen in Ungarn 
erwuchs, 

Ohne auf Einzelheiten einzugehen, darf 
man aua elnem Artikel Sigurd Paulsens 
!• *Torwarts* dan Schlufil Ziehen, dail 
die Sowjettrtippen und ihr Kommande f 
die ron der Regierung Nagy zur Hilfe 
gerufen worden waren, sich In der er— 
aten Etappa der ungarisohea Ereigniase 
bemUhten, zu einer moglichst friedli- 
chen LSsung baizutragen, Ton dieaem Be- 
streben zeugte am deutlichsten der Ab- 
zug der sowjetisohen Truppen aus Buda- 
pest. Was jadoch danach eintrat, wollen 
tbesser den Leitartikel das "Vorwarts" 
n lass ens 

"Sagy war ohne AutoritSt, die Armee 
rersagte Ihra den Gehorsam, Seln 
verswelfelter Versuch, die Auf- 
standsbewegung, die sich unter 



Library Q t r ■ jf 

dem Einflufl wieder an diw 



Oberf lache gekommener 
reaktlonSrer und faschistiT 
soher Elemente zunehmend 
radikalisierte, durch immer 
neue und Immer weitgehendere 
Zugeatandnissa unter Ver- 
ltugnung der politischen 
Realitattn zu besohwichtigen, 
must a ndJSllngen. Nirgends 
zeigta si ah eln Ausweg aus 
dea Chaos, So nahm das Ver- 
hangnis seinen Lauf ,» 

Das Verhangnta aher sah'so aus, 

dafl furehtbare Mordtaten ver- 

ttbt warden, die, wie der "Vor- 

warts'* festetellte, selbst 

vor dan Famllienangehorigen 

von Arbeit erf unktionar en, vor 

Frauen und Klndern, nicht halt- 

machteno Es tobte der weifla 

Terror, In Wirtschaft und Ver- 

kehr, und davon hing schliefl- 

lich die Versorgung der Bevbl- 

kerung ab, nahm das Chaos immer 

schlimmere Formen an. Die Kon- 

terrevolutioa wiederum benutzte 

diesa katastrophala Lage dazu, 

urn ihre Angriffe noeh zu stei- 

gern. 

In einea anderen Beitrag, bei 

dea es sich urn einen Brief von 

Volks- und Mitt els chullehr era 

aus Soproa handeln soil, wenden 

sich die Ysrfasser dagegen, dafl 

die Ufegarn "als Nation von Euch - 

das heiflts vom West en - gering 

gesch&tzt, verlacht und ver- 

achtlich gemacht worden™ sind, 

Sie wenden sich dagegen, dafl 

die Ungarn vom Westen wie RSu- 

diga behandelt wurdea und dafl 

selbst das, was gut in ihr em 

- 2 - 




Betriebszeitung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands 



Chruschtsch"ow in Berlin" 



t- 



')' 



a, 



U 



Der Be such der sowjetischen Re- 
g ie rung sde legation wurde auch bei 
Askania in den vergangenen Tagen 
zum Gesprachsstoff Nr. 1 . 
Wenn auch die Meinungen sehr 
weit auseinander gingen, so war 
sich doch der grbSte Teil der 

)llegen dariiber im Klaren,daB 
cfleser Be such wohl eine tie fere 
Bedeutung hatte als das aus dem 
Geschreibsel der westberliner 
Zeitungen hervorging. 
Die deutiiche Abfuhr die 
Chruschtschow alien Spekulatior-sn 
westlicher Politiker erteilte, 
hat auch manchett Kollegen bei uns 
etwas zum Nachdenken angeregt. Be- 
sonders jene naiven Gemiiter die 
bisher der Meinung waren, die 
Atomrtistung die Adenauer betrelbt 

,oi ,-ig ntlich eine harmlose Sa- 
& urn die man sich garnicht 

:ummern brauche, wurdr di^ gau- 
jfl GrbSe der Gefahr in der 
"Deutschland schwebt deutlich vor 

,ugen gefiihrt. 



Die Plane der NATO-Strategnn, 
einstmals mit klingendem Spi3> 
die "arme- Ostzone zu befreien 5 ' 
schon einmal Osterreich, die 
Tschechoslowakei und schlieBlich 
ganz Europa "beifreit" wurden, ha- 
ben einen machtfigen StoS bekom- 
men. 

"Wer die DDR angreift, wird sich 
das Genick brechen", das wurde 
klar genug ausgedruckt. 
Manchem Kollegen hat die undiplo— 
matische Sprache Chruschtschow's 
nicht gsfallen* Aber was gesag't 
wurde richtete sich eindeutig a : i 
die Adresse der derzeitigen Boi:;< 
Regierung, die keinen Hehl dara - :-s 
macht, daB ihr es einzig und al- 
lein darauf ankommt, den west- 
deutschen Monopolen zu riesi£: 
Riistungsprofiten zu verhelfe. . 
Diese Bonner Regierung, die :' '.- 
H&tza ge gen die Sow je tun? or nr. 
Staatspolitik erhol— n hat, v»a_ 
nur zu gerne bereit, morgen den 
Atomgranaten das^Wort zu geben» 




. 




Betriebazeitung der Sozialiatiachen Einheitapartei Deutachlanda 



From: Publication* *o«***H&r Umsatz 
Office, BerliB =========== 

Diese kurze Ilitteilung konnte man 
vor wenigen Tagen tiber die Ge - 
"ftslage bei der Firma Mix & 
^t in der Preaae leaen, ala 

-v richtet wurde, daB der Umaatz 
tin 4-7 $ hc5her iat ala im vor her - 

^;henden Geachaftajahr, 
Auch die Aktionare kommen nicht 
zu kurz mid ao wird ihnen auch fur 
daa Jahr 1956 10# Dividende aua- 
bezahlt. Diea iat wieder ein gutea 
Goschaft, welchea die amerikani- 
schen Inhaber der Firma lix & 
Gone at auf Koaten der Arbeiter ta- 
tigen. 

Taglich erlebt man ea ja auch ? wie 
die Konzernleitung versucht, daa 
k v'bci'bstempo noch mehr zu erhShen, 
un gute Dividende den Aktion&ren 
auch fur die Zukunft zu garantie- 
v 5s iat zur Methode geworden, 
ft^^alkulierte Arbeltaatucke in 
niedrigers Ferti gunge gruppen ein- 

■ 'tufen„ Immer mehr geht der Be- 




2- MAY2S 



— i iniiiBim x 



trieb dazu uber, den hochqualifi- 
zierten Arbeiter zum angelernten 
zu degradieren, 

Alle dieae MaBnahmen aind zur : ; 
lichen Eracheinung geworden, Tju]) 
Arbeitern will man aber erzahlon, 
daB alle dieae MaBnahmen notwen- 
dig aind, damit die War en nicht 
unnotig teurer werden* 
Gerade bei TSix & Geneat iat ga.nz 
deutlich zu erkennen, daB die Brsi- 
ae nicht deawegen ateigen, weil 
der Arbeiter aich ein paar Pfenni- 
ge Lohnerhohung erkampft hat, aon- 
dern weil die Sucht, maxinale Pro- 
fite zu naohen., ina nhermeBlicho 
geht. 

Die andere Tataache iat die, daB 
die Kosten fur die Militariaierung 
Weatdeutachlanda auf daa Ko& ab- 
gewalzt werden. 

Die Reahnungen fur die NATO-Poli- 
tik zatilt daa werktatige Volk. 
Der TJirsatz pro Arbeiter ateigt 



-A 



From: Publications Procurement 



LSI fli"- 




Betriebszeitung der Sozialistischen Einheitspartel Dentschlands 




Chruschtschow m Berlin 



QCT » 3 



Dor Besuch der sowjetischen Regie- 
rimgsdelegation wurde auch bei Mix 
in den vergangenen Tagen zum Ge- 

Cachsstoff Nr. 1 . 
n auch die Meinungen sehr weit 
au3einandergingen, so war sich doch 
der groBte Teil der Kollegen dartt- 
ber im Klaren, dafl dieaer Besuch 
vohl eine tiefere Bedeutung hatte, 
vis das aus dem Geschreibsel der 

. tberliner Zeitungen hervorging 
L';ie deutliche Abfuhr, die Ohruscht- 
cohow alien Spekulationen westber- 
liner Politiker erteilte, hat auch 
mnchen Kollegen "bei uns etwas 
z-m. Naobdonkon angeregt. Besonders 
jenen naiven Gemiitern, die bisher 
!or Meinung waren, die Atomrustung 
die Adenauer betreibt sei eigent- 
lich eine harmlose Sache, urn die 
Ean sich garni cht zu kummern brau- 
wurde die ganze GroSe der Ge- 



fahr, in der Deutschland schwebt, 
deutlich vor Augen gefuhrt. 
Die Plane der NATO-Strategen, dio 
mit klingendem Spiel die "arme 
Ostzone" befreien wollen, wis schon 
einmal Osterreich, die Tschechoslo- 
wakei und schlieBlich ganz Europa 
"befreit" burden, haben einen mach-« 
tigen StoB bekommen. 
"Wer die DDR angreift, wird sicli 
das Genick brechen" , das wurde hi ox* 
genug ausgedruckto 
Manchem Kollegen hat die undiplo- 
matische Sprache Chruschts chows 
nicht gef alien. Aber was gesagt war- 
ds, richtete sich eindeutig an die 
Adresse der derzeitigen Bonner Re- 
gierung, die kein Hehl daraus macht ? 
daB es ihr einzig und allein da- 
rauf ankommt, den westdeutschen Mo- 
nopolen zu riesigen Rtistungsprofi- 
ten zu V3rhelfen. A*Di 

.29 



c 







/ - 

From: Publications Procurement 

Office, F r0 ir?«lHfl>Hcation8 Procurement ^ 

Office, ' Berlin 

ARBEITSKREIS FUR ZEITGESCH EH EN 

BERLIN-WEISSENSEE • STREUSTRASSE 123 

Vol 

i — 

.4 . - . / 

,- 2 - APR-^ : 

«^9 Cc--? ?c=7| 



DOKUMENTE 



L 



L 



Der Arbeitskreis fur Zeitgeschehen betrachtet es als seine Aufgabe, die 
Offentlichkeit iiber politische Ereignisse, die in Erklarungen und Stellung- 
nahmen behandelt werden, zu informieren und somit zu einer objektiven 
Betrachtungsweise beizutragen. 

Die vorliegenden Dokumente beschaf tigen sich mit dem Problem, das 
in den letzten Wochen neben anderen Ereignissen im Vordergrund der 
offentlichen Diskussionen gestanden hat. 






- 



'. 



C. 39 

SeschiuB der Y.Gesamtdeutschen Konferenz der Betriebs- and Gewerkschaftsfunktiontire 



A 






■ ffl * .- 



-2- MAY2& - 



• WEG 
UND 
ZIEL 






der deutschen Arbeiterklasse 



^_ 










c 



ieschlufi der Y.Gesamtdeufsdien Konferenz der Betriebs- und Gewerksdiaftsftinkllonare 



. 






.4 



! 












JX OF -"?< 



MAY 3 



19o/ 



c 



WEC 



SUE COPY 

"" " r "o\j 






I 



1 1 



i 



der deutschen Arbeiterklasse 



C 



$- JUN20 

^Les armes nucleaires entre les mains Tmsr^ ina 

militaristes de la Republique Federate Allemande 

line menace morlelle pour tons les peuples 



M. Otto Grotewohl, President du Conseil, a fait le 3 avril 1957 de'vant la 
Chambre du Peuple de la Republique Democratique Allemande, une declara- 
tion, dont nous publions les principaux extraits. Cette declaration qui traite de 
problemes vitaux pour les peuples d'Europe et du monde, est d'une importance 
capitale. X ' 



^ 

c 



C 



Ces temps ci, de nombreux evene- 
ment politiques retiennent l'atten- 
tion du monde entier. Certains 
de ces evenements concernent tout 
particulierement le peuple allemand, 
c'est pourqiuoi le gauvernement de la 
lepubLique Democratique Allemande 
estime nessecaire d'exposer son 
point de vue sur ces questions de- 
vant la Ctharrobre du Peuple. L'avenir 
de la paix en Europe nous preoc- 
cupe. Les cercles militaristes et 
fascistes, qui, a deux reprises au 
cours d'un demi siecle, ont plonge 
1'Europe dans la souffrance et le 
deuil, sont de nouveau a l'oeuvre. 

L 'installation de bases militaires, 
le stockage des anmes atomiques de 
toius genres et de tous calibres, les 
manoeuvres de guerre tactiques et 
strategiques sont les preuves cruelles 
du danger que court I'Europe. D'apres 
les propres paroles du general 
Norstad, commandant en chef des 
forces de l'OTAN en Europe, 1'armee 
de Bonn est dotee d'importantes 
quantites d'armes atomiques. 

Les militaristes allemands ont 
deja leurs propres plans de fabrica- 
tion d'armes atomiques. L'armee 
d'Allemagne occidentale, equipee 
d'anmes atomiques, commandee par 
Speidel, Heusinger et d'autres gene- 
raux hitleriens, plongera, a la pre- 
miere occasion les peuples d'Europe 
dans un nouveau malheur et un 
ouveau chaos. 



Dans la poursuite de ses plans 
agressifs, l'imperialisme allemand 
est soutenu par l'aile la plus reac- 
tionnaire et la plus agressive des 
capitalistes americains. L'imperia- 
lisme allemand et rimperialisme 
adericains, oeuvrent de plus en plus 
en commun, en vue d'une agression 
atomique. 

La conference des Bertmudes, oil 
se sont rencontres Eisenhower et le 
premier ministre 'britannique Mac 
Millan, nous a appris que les gou- 
vernements de Washington et de 
Londres veulent suivre un chemin 
conduisant h la guerre atomique. 



.19 

Tous les peuples qui se laissent 
entrainer sur ce chemin, vont au- 
devant d'une catastrorJhe.abominable. 
II faut souhaiter que tous les peuples 
entendent le cri d'alarme de l'Union 
Sovietique, exigeant 1'interdiction 
immediate des armes nucleaires de 
destruction massive, et la suspen- 
sion temporaire immediate des 
experiences atomiques. 

La declaration de. l'Union Sovie- 
tique demandant la suspension tem- 
poraire des experiences atomiques, 
est la preuve irrefutable, qu'il est 
possible de s'entendre avec succes 
sur cette question. 



Pas d'armes atomiques en Allemagne occidentale! 



Aujourd'hui sur le territoire de la 
Republique .Federale Allemande, cet 
Etat membre de l'OTAN, sont 
stockees les armes atomiques les 
plus dangereuses des USA. Ceci 
n'est pas un hasard. Alors que le 
gouvernement japonais, par exemple, 
soutient la lutte du peuple reclamant 
1'interdiction des armes nucleaires, le 
gouvernement Adenauer, lui, est fier 
d'accumuler en Allemagne occiden- 
tale, les armes atomiques ameri- 
caines et il exige que de nouvelles 
armes meurtrieres soient stockees 
dans la Republique Federale. lis 



parlent de la paix, mais ils preparent 
la guerre. La Republique Democra- 
tique Allemande est le seul bastion 
de la paix en Allema-gne. 

Nous attirons l'attention du peuple 
allemand tout entier, ainsi que celle 
de tous les autres peuples d'Europe, 
sur le danger immense que constitue 
la transformation de 1'Allemagne 
occidentale en un glacis atomique 
americain. 

Messieurs les militaristes doivent 
considerer que le stockage des armes 
de destruction massive en Republi- 
que Federale et les tendances a 



(h 



c 



c 



c 



From: Publications Procurement tPR ^ $V A P K / b 
Office, • Berlin tC ° ( ^ < 

Ausschufi fiir Deutsche Ei illicit 

Berlin W 8, FriedrichstraBe 169/ 17a Fsrnruf: 22 51 01 






Berlin, den 24-. Januar 1957 
TelefoN: 22070 

■ a^ARTVTENT "OF STATE 

UBRASKnM*** 6 *** a t i o n 



.4 
.Z9 



2)5 



i^^i^igsh 8 



Reprivatisierungsbesti^ebuhgen und lhre Hintergriinde 

"Neue Initiative zur Privatisierung", schrieb der westdeutsche "Industrie- 
kurier" vom 7. Januar 1957. In einer mehrstiindigen Debatte hatte sich der 
Bundestag mit einem Gesetzentwurf der FDP Uber die Reprivatisierung staat- 
licher Betriebe, sowie dem Antrag von rund 50 Abgeordneten der westdeutschen 
Regierungsparteien auf Uberfiihrung des Volkswagenwerkes in Private igentum 
bescha'ftigt. 

Der FDP-Plan zur Reprivatisierung der staatlichen Betriebe in Westdeutsch- 
land wurde schon im Oktober 1956 erstmalig dem Bundestag vorgelegt. Der 
FDP-Abgaordnete Atzenroth, ein Koblenzer Fabrikant und Vorsitzender der 
Vereinigung mittelrheinischer Unternehmer, fordert in dem FDP-Entwurf das 
Verbot jeder Betatigung des Staates auf industriellem Gebiet und die Urn- 
wandlung bundeseigener Unternehmen in Aktiengesellschaften, deren Papiere 

von den Borsen gehandelt werden sollten. Bei der Debatte im Bundestag 
wurden selbst von der CDU und FDP Bedenken gegen den Atzenroth-Plan vorge- 
bracht, weil er zu of fen und zu brutal dazu auf fordert, das staatliche 
Eigentum an die Monopole zu verschleudern. Die Adenauer-CDU befindet sich 
bei diesen ganzen Fragen in einer miBlichen Lage. Einerseits wird sie von 
den Monopolherren angetrieben, noch vor den Bundestagswahlen 1957» die , wie 
die Kommunal- und Landtagswahlen es gezeigt haben, fiir die CDU nicht allza 
gtinstig verlaufen werden, fertige Tatsachen in der Reprivatisierungsfrage zu 
schaffen. Andererseits ist sie gezwungen, um die Stimmen der Werktatigen 
zu buhlen und muB deshalb, wie so oft, demagogische Versprechungen machen. 
Darum erklarte der CDU-Abgeordnete Haussler in einem CDU-Gesetzentwurf , 
"durch weite Streuung der Anteile an den bundeseigenen Unternehmen" die west- 
deutschen A'erktatigea zu "Miteigenturaern" der Betriebe zu machen. 

-2- 




cr— 



L 



L 




L 



' 









\ 



lt"&J.i II 8 

: § & « & i i I 

!?§•«, P 3 s" 



►*<§ Sen sto o % srw « 



5 S ^ 

« 2 t B 

gSsas 

s 



2 53 3 to 

»i »j 2 
s 3 » 

3 



^ I" n 55" 

fii feels. 5 

2 1 & 





§>*£? 



ST* <Q 
3 a S Si 
g 3 3 3 



M ffl M 



t/1 



re 



c 



-ftp. 

§■&» 

_- B a » 

gg 
3-« S § 

2. 8*" - 
gff&ft 

d.2£?2 
SIS* 
3 if® 

&> (& 2 tD 

5? SL ff S 

I 3 a S, » 

« p cd re 
p to "• '" , 

S»™ ftS 

It M MQ. 

ftfs a> 

5 ill N» 

ho cd« 
fgf 5 
a ft 3 n 

8 F 5 ' 

5K" *• p 

q. w « 5 

2 tf cr " 

<-* "i (D 
to 5p (D t/i 

5 B Si g 

S i §"S 

p 2(t 2 

(«1| 

™ *« K 

5 **H 

H (D B 

* jS X 

f* < <D 

en if g 

§ 5? ft 

S3* 2 & 

CD 2.3 




f^ 



? 









■ 

c 









c 



L 




5T £5 a a aoa m a 3- M 

Em n $ -t » 3™?- 

oo M 2 3 o§, 

r? Q, oi CO m ^" > ro 

3 J' £ rt ~ C ,, TO 

2 c S £2 ^ a _ 

O ~ T M »— C 

s: »*• — * c Hfg clt c 

W &" co <-*- 3 O 3 r+ai i" 3 
Ca oi (t fro t "-i . — ■ 
o -J 

§-.« 

. 3 2 



B 5 
"> C«3 



•« 




3 = 33 

-B- 3 3 

.33" 

> 1 5 S ! 



llfffi 



re £ P. W ff ? 

lifsll 

| 2 S"2 I ■ 






1 <" 3 it t* ZL. *- 



eg 

3 ^ 



Bag 

■ 3 ro I 
i Tl " 3 § 

1 £ ro a. 

u a a<m o. 
>n nffl a 
; 3 i/i 6*3 

3 IT) 

1 O: ffa ^* P 
5 3 OQ Or 3 

= m 3 3 i?6 

S ■ A & 



g 5.3 BB-* 

ilpii 

N ^ C &> ,3 ' 
O 5 C S 

3>-gso.g 

aS, c §■■» ■ 

E 3 3 s a 
g.sle8H 



*° 3 



i-i I 

-'3 * 

.□•E 

;• g id: 



3* ro 3 q 31*" 

a" SS I 

b t» " • J d _ 



-3 

S B 
S, 



O 3- •-( N Co 

•Iljr&is 



^^ 

w 3 TO 
G. =. rt> 
3^ a 

E..S 3 



2 3:2- 
a 3 <: 

3 a a - 3 

n> ? ro 

g 5 «q 

■* 3 fi) 
3 B. B 



» 3 3 

3rog 

S. e 

»»> 



if* 

"si 

c 5 

8 s - 
s 1 S 

B-OB 



SOS 
a h ,k' o 

co. 2 

S o 3 



5 3 S. 

s-g- 3 - 



E 



lis. 



a 
8 I 



es-o 

W Hs B) ti 

3 (D (B 
H e- tf Pf 

1 •"! 3 I 



^^3 

g is 

n 2.5 

"la 
§ : g3 
II 

" a.2 



r 3. O S 3 I 

^fffftS' 
ff B S S K | 

a||||! 

£' Sf 3. 5' C: 

0S3JJ. 

O (D I 3 rt- 



3_22w fTl SC3tf ! W : 

! ||„t^333> 

»8fifi"ihi 

IKS a o"n S? 
s t-B-as! 3 a* &3 S 

fst l*»i l 

5lfs|«2|Sgf 
Ja3§ a lgfi s-^ 

la s 



jjj cr 0- 2! 3 

O v> to T re 



fill 



«C N 3 B- 

°> a | c =■ 

. .no m oi J 



'S.-.S 



!|3 3 3 
'5 3,!, g- 

llllf 

I 3 * w 7 



„ 7Q O &) 

™ era ... c 
-< & W 

c Si x -" 

t* 3 & 1 n 

n> 3 3 ,u 

3o^gl 

3 SEatH 

Cftt 3" g; tu q) 
fi> r* 1 w 1 



c "2,(ja qT 3 



o| P" 03 o* 



3 "• P 

s 1 5 2 m % " H 



3 B, 



; a- a td a- 

'pIIh 



1 <3 3* (D f*3 C: fl 



fa 
fill 1 

If IP 

2 ro 3 M B 

33 *3" 
I Q * § i? 

7 ? 3 ¥■*> 



- 3 «o- g 

3 9 m S 

||pp 

2 'j>S= a 

d 5'a'C 

ai 3 ^i5 



=>P -d 

i P 5 

to 2 



m 



CO 



2 

' §. 3 |w 
S?||fl 

«-) P (D 11 1 



3?,3 

i?& 

3 ffi D. 

a J 5 ' 

I I 



B-s-' 



2 0.N 0. 

< C: 3 C 
I o ro 

1 ro ro 
- w I 3 » 
ro S ' o 



3. a ro 

3 M 
ro p. S 

C: O 



C o 



s s 

3 O 

a 3 



I 3 " C 

' ~ N 3 

ff 2.8 7 



3 A 

> 



5- el 

ro a»5 
a i ?2 
an* g 

, 2. a > 3 
!. 3 3^ 

|ff«" 

1 a & Q.3 

- C* £» tB E 

ra ro 03: 

1; T3rS- 



a u. f. i 

33B- 

8| s 

ro S --, 

ago 
&2 

Iff 

3"? 



!Sg5SgS 3 fro=g 

f S3 ro a „33^ro3 

a H 3 ** 



3 M 



2. a 



•saffBS.H 




3 n n & O era 


e war 
nen C 
einig 

Arbei 
Tag 


c ?afle 3 


das s 
-Buch 
edulc 
er „T 

Tag. 


chon 
witz- 
erfo 

am i 
Dab 


2-?« E 3,^3' 






iesem Sore 
kes in Dre 
ren. Da wa 
bgebildete 
en Stahlgi 
rauchten 1 


rrn a » n 

3 p J8 M a3 


3 M S cs « 


n! Tag 
un der 
upenke 
ten die 
aber c 


ie Kollc 
e, die R 
erste R 
ttenbag 
ser Art 
ie Kum 


i < « ■ ^2 1 


- 3. 1 g 1 a 


? IS 1 


is' =-. a s 

3 •_ SB ro 2. 




,=■ a <» ro 3 J 
? 3" n 1 3 1 



2. 


IS 


5 

3 
B 


^ 





® 


c: 
-1 


mi 





atm 


a 

33 


© 


5 

N 


M 


s 


asH 


* 


35 



- ( -,3'3^-532oro 
ro c: ro n < 3. 3* to 

I ISSfftlB 
oEOca.' rorog. gatro-Niraa- 

S:gfe23^E w ro S -3Ers:S. &*g 

& &: a5?2F ro^3D*33' n-3* 

LcS.° m £3 >j a 3 3 = :.a 
*IR?Sl|Sa.3.3 3 > & f g 

iMllmBlfil^lP 




'in w cr. 




05 
1*1 



2. 

AS 



l^5» 


o 


s- 


o 


9 

a 


IV) 

>— > 


W 




s 




BS7 


"S* 


R 


fD» 




P 


c 




o- 


^" » 


£«? 


P 


o 




e* 


r- 


o 



3 2,5.- 
P. i T 3 



c 



c 



5 °'£ 


a 


-1 
ID 


3 w> 




»*A 


• 


a 










69 


3 


to O 


«D 


^ 




<* 


0. 


9 5- 


8 


a 


i • g. 


3 


" o a - Q 












, c S o 


38 





o a g 3*8 2 
c! R.35R . E' 



a 9 » = <• 

= 2.3 EB. 1 * 
J* §?3 

'1 (B to 3 g» (D 

M» 3* £? • S M 

§■ 3 0) £: 3 

9 tra o " ? B 
A & 3 . . % 

SlBilS 

i P H P* ■* 



L 




C 



Bfl-Sfi** 




I a = I . 

e c " "° ■_ . 

E.2 «> ,--£H 
o o-o-b o 

tij E D C 

3 4> O L 

■s •? .= i *. ■ 

Si c - c -o 
d> 5 a» = c. 

f-e*J § 

en o .2 «> £ : 
=3 > 5 « " 

siiP 

»-* c-c i 

.Ho v 8 5 

£ " 3 3 -.0 



. </> v. a « 
i-ggsl 

v. E 3 g 

-5 E a-S 

3 C M *- 

-5 Off C £ 

««>-5 « 
w #- w £ 

.5 5"5iJ 

ogall 



SoiW'3 15 



ia wi B 3 C 

5 g o 3 c q: 

— s P o 

D J C S p « 
(BOO 6 . 

>2.5>c£e 

■5 ^3-5-3 Q 
5 H O in 

PIC'S r---S 
* ffiu E 5 

o * § H 1 SiS 
c S a. A 

£ r. .= P 5 

._£ 2 J> S-Q .* 

oi a >w oi"o 



3 I 



_ 3 0) 
ft) P- 
CJ1 



L 



fosn 



c 




Ml 

s 

ft' 

1 
m 



ft 

w 
S 

& 
<& 
ft 

s 



ft 

MM 

ft 

t 

a* 
«> 

Mi 
ft 

& 

«* 

e 

s 

s 



.-. 



i 



(A 



ft 

VI 

ft 
(A 

2. 

a 



ft 
w 
ft 

o» 

A 

S 

sr 
8- 

X 

» 

r 
s . 



ft 
ut 

•» 
IT 
ft 

t 






,'•' 1S5 



I 



G, 0> - 



L 



c 



L 



- x - I 









W 1 CM C M 

233 3-3 = 




Sa 5' 3 lj" 


a 


1 - V -' 


er-^i 


> n > 1 3 - 


»:0 

9 — : 






S" - = 2 p: S 

s s« as 3- 

2*? 3 5 «© 

M 8- a >• 3 


i 3 


i» 




¥ s 




2 » 


a u <s o 


g 






£T?f?l 


3 






ii E iis^B II ■ 

c_2 3 &„ <: § » 2 :?9; crra 
»- _ r» 2 °- 3 »S?o If 

n 1"-^ ft 3, ii jr" ,-3 



i n < a 3 2, a 
B.-lt'ISS*" 

: !T 3-J^B- 3 

i re " 
'w re 



3 ^O [Tn ►•'S ^Q. " 

2 3 2. < n> 

Q .S'SSB«°ffifS3:2»=-£- 

C -. 3" £? 3 2. O M 2: Co 

3-3 2-- N ^ TO 3 *ro*2. 
O.3o3reo~2re SB&m 



*R» U3 sis-™ 
» # El 8 o $ ft tr S. B 3 

3-~„ 'D^Dr ^ " £ Q- 
ft "^ 1 l* C -^ a — a 







DUO- 



S' s 



3!? S§ §3 2 



ra 2. ?T n 



gra^ 3 - a 



1 l'j * j " rn ft ii«rw a " mi ^n -> u _i _ , 3 — o i— i o m d '" D ■ u i m ^ 

|l|=I^l s K!f^!il!l!lli!p:^Eil!P 

f — 



N 3 3 s' r ?. w ' 



■ — . ££ ft E" 



3ai 

•oral 



r- a S-T.^^3 0Q 3 

3 O" 77 5 [tT ^5 Q. 3 re re 3 Q- 

I J5 3 



i *1 3 n : 



- *♦ c o 3 

S ft - i * 3 
2 2 S 2 » 

II ?SJa 1 ? % 2. 2 >agB5^« 

— « ^ 3"-^„;3 003 



S i? P^ 3 S" 

» 3 o S 2. ! 



BT5I 
cdraal!a2. 5 £ 



r cr a ?r tj g. - 






era « ra 

„ ui 2 aw ffl 

ilsi I 

2 5ldS3- M 

3 a se" 



»2?3-^ S 3-g.3_' 3 3'3 : 3-iw -. „3. 3 3 2 

iSjSS. a) 3tj 3.x* """ajra-as i 



3 (5 ra _ 

53-3 

c > 



& M 



-. ^ 2. i 



re o m 



3^c- g3 ftJ -3^M^i 

Tot-. 3^ "tra-'o Q-: 
2°r-0" « fl) 3 <; M: I 

3- o. £ _ S I =* 2 P* 2 



a » 3 S 



< t o r: 
3 O c 






g; q. 



2. D3 

n 3 



^ t re to -- c 



■ S m S 
- re re 3 

TBS 



3 



» - » 



S 2>o2re-g.*-3- Iffli 9 
^ 3 HJ re -j 



g- OS f 

c 2 3 * * 



3 i re B"i 
K2 



:S"n3| £ 111 oaf 2i2 : 



o m cr B 






03y-\c™n re ^ 

-OESg'»»Ct!_S5'p* J 

Dt.JS S.' O: — 3 is 

3 3 S 5 3 w 9 « 3 2- * 2? ^ a 

1*3 ft _. E -■-■ r 'Q,33g-a l ~ : 

Si. »»■» &i a 2 « « 2 *"<- 



ra 3 



™ jS 



re r E,-?re 3 ; 



' °- 3 3 re 2 „ I 
ra 3. 3 3 3 a re 

3 ■* re re' 

33a 

>SreS°- 
.' 3-3 C 



3-2 : 2 : 



K 3 3 Go 
a re,c 3-c 
re b SV 3 re 3 






0) S 

3"J£3 3 -- : B. wftft 



'gwSOM 2.?S^^3"< 



J53re2 n S 3 2.H = 
< re ^ K & 3. 2 



V 



11 _ 



53 ><!W>S <STg 3 5 3 ^o» 

I* iffB-flaSllfi <si 



t9t *l s 5 ill s § I 



5" 



^ 

X 

r 



3 ft 7' 



?■ 2 ~ cr =r s- 3" 

' M O ft Q, g 2 



!j7S : 



< a 
a So 

1 !* 






„, O. A n 

'A re c 
"■3-1 --re 

c c 2 w c 3 

S33 33'gS=3 5 , 



5.- Wise ■««3' n ? ) 



£0 

S Ho.CS.5BS.ffS 

203§-?2S' w ?^. 



3" 

5: 

3 




- W i 



>2 i 



:ai 



a, S 



n ^ •** 2 & 2 
« a m o 3 
re re c-, --■ M 

J3«!4 n » 



re a. 

E3 re 
re 3 



■/• Q. 



3 2.^ 



■ m 



#3 



* ft 2 c ft 



W C: O" S" 



' » CP3 



si 



= S- re 3 N 2 

g a * » 2 1 

5" :«S»=5 2. 

2. i? re 3 TJ 2 S? 

os."' "s ^ a & 

rare Q. re q> „ q. 

g.-aq-ssgreSS 



'a g i 

Q 



2 2- 5 ft c 
p 3 a B 



<?SC! 



' ft w 



!Cn 



•^11 



ro 3 



ft 3 



J5* **i 



■ 3"* S. W 

n>3i3-2>ftsrra 

2". ft f* ? 3' Q, ft 

: a 3 3 § B £L i* g. 

ft^^rran."— . rr 



i«^,o- ' S. reo.3i«o 

3.gS.>srg;- J st !S 



ft ft 

s rag§s£s-f;i! 

3,„^aC:3 3 rag 

!?f I:? 23 I. 

3 oq "_ CO 



2. re S 2. 



'ft rr oq ra 

ft H" 
3 2 



ft M> • 



W 3 



m 3 



Hi ra gb 

°J re 

n S 3 j 

a era «. ! 



ft 



fa 

ft- o 

73 



>2- 



S. re - 



r« 2 



i ™ 



3- 9 3" • 



ra h 



i _ I > 1 5 r 1 1 £ 



3 3* ft 

^ C m !U 
<. 3 3 — 

r lEi|f?SlI&|&ll 



3 O: 
W ft 



ft W ft ft 



t? a 5 s. g I 

| <=: g: = q- 



BLiB 

ft 33 ft q ; 



<5 1Q - 



. 5. © ft 



3 ft ft S° a era 3 



I 3 



ft ft ft i 



7T ft ^ 

III? 




jn BSw33*35,(jtl 

N a S<»S"'ra3re'j3 

ifFfrHotSlI**]? 



_^a, S-3 3 c 
ra n 3- c J ' 



an a 

B 3 s ' 2 2 re 

re r-ojrep-' ^1 
B «3 re 2 



, 2BlS . ^ 33 § ;= 8 §S S " 

o ft^.ftD'-'ura^'ft ^W 

3.ft.c«ft : S.3-<ft3.3|d23 



a"Oft Nft3 v 7a^>i 

pjcreftfta-ft. ft^M^' ^o-g^ = ° ? 

3* » fto^ft^Erad^g. fi 



ess a s r^ 55 to _ 



'ft ft ft ^.ftio^ft 

H -i 3 Q" 3 &• ft ■! 

3 3 3 cTOft 3 3 

•J a ft w 



ft| 3 i 

.ra era o 3 S. 

J S-^CLS*.-. 

s*33S3ffS3ffi3?3*" 

||f,Pre§f»|^ 



_ fia a SEg : 2.2:g 




L 



L 




C 



!l83. S r<VB§-g-* 3 i = o 






? 3 3 sri 



IH'IH 




™ 5 «" 6,"»»>S<SS 

§3§ 3 =2gS s o-!S ra 2-§c5 



^3 8 

> 2. 3" 



j-Q-e- 

! 3 ja 



3- is 3 sags" s-°jff 3 a 
S a.^.,2 srffi 3 «s3b < 



1.3 S-: 



3 b < ft 



3 

0-3.- 1 



2 110^™ 2 -■ 4-JW ro2no B (»T]ffl 

»> 3, a b S 3. i i ss.asifass.ScnBaS 

* S S 3 8 J> 20»»» " ^-Sf 183 a- a «; 

„2b-§£ Sas 3 "gag3 g w sg-2S-» | £■§■ g-g 

ff ft ios w » J^9» 3 3 5.° 2 ">.. 

liliSsiniiKf ?'«!?' 

B 8' I — M a 



s'E! 



Jog- 



1 N 3. B -'3 E-- a" rP B ** 3-9° 3 m -^ 

S5.if a3 3|B;Srs-3-BB.- 



i*tBlIf^|"ti 






Sag g 2. ft- a* 3 



6 



3 C . 



a 

NSJS 



9-" f « 3 
■ 3g-3g'S- 3 '2 Se^lfrSffi 

sl?^3|s3ag3 r 2.7 2.v3 ; r 



riiilillliii^isllisKse 

< S2S"»S"3ci53-&2 l B™S , JsS-7 3 7"^ 5 

2. 3 3S^33'' 3w3re iTt*+- J i" 



ra a s* 



ft3!?|o.> 

3. a =re - _ •» y S3 ST 



6*„ 






c* v 3* 



cn 



' 9 5. 3 s 3 r. 2 



»" 35«2? w 32<t> 

1 S3 2 



3 §p£c ,2^h 3.5" ^m^M&S.^ol^a 



aw 



S^lsHtllllapH""'^ 3 *l af; e tgg8-ig-g 




■ 

OS 
OS - 
033 



mc.3,3-5;-' 3 O 

°2ft=.™ ft 
3 2. 3 2 k. ^ 

» b .- a c 3 5 B o g. 3- 

O.TC B 3-K tn ~ B £ S 

•52 ,o , 8.&S-S 

a" * £ B S 



!"SS.s 






1 3 



"fgSsriBS-SSgS 3 g.2r§3-3-» a 



3 fi 2 f ft- 8 8 5 3 3tso 



3C" CO . 1 fo Lj ft) 

|<3Sft|ai3 3 " 
s.gicoBg.FgB-sS. 

2 S, v 3 '^"3 3 ™s 
3 ?a4j„> 3 5 t]&2 

fi3 Bg c a§ 



~Q.t-1* 4 Mrr<Kl pT3 3-3 Wg 

»w^3.5bS.b* 

v) 3 B» ™ a 

a 6 



■ 



n 

(A 



t2 "*^5" m2?5 

3 if 8 3 3 s 1 P ||S3 

2 h G. ^ !^3 B 3 J? 3 

Sjipl^ 3s^sb| 
J*g 3.^&l2.sS§§ 



0. 
c 

3 
TO 

o 
3 

D. 



3- . 

fl» « ffi „ 3 



35 



3-rf^- s s « S ^. 1 ' 

3 Co 






3 ^,6 § |?R3 b « 

?K"9 1»3 S" 1 ?§■ 






"■ 3 S e " e^S>s-t-a 




3 

r CD 



liiillittKi 

|IgVsfs!!» B i s 

3 W3 9KsJ»B«„» 

S S S8- • > S S'§ 3 , ?affS .;2 1J«^^.g'gg 3 B-Sn J s:£B-g 

ffapggfficftg-ll £ & if 2 ?3§?-a& Uf 3 3302.r*~.^ 



^^ll 3 ! 



^ S 3 3 % 



=■ = ■< 

p a o 
c 0.9 



^ re 



s g 3 c g- 

T3 : 3 3 laB'aglB :S ' 
- » nS-2 M 2. 

fjZS' 1 "Sato 

-.S^w-3/-,bv3;3 o.'S" 

i-g.13" 1 

n 6?B ^ 

? S 2 S g 2 2 5- » rf- - o- 
s3-g. l S. 3 -B^2„'§a*g 
33,s;?8-ft- gaSsEg 
rB2 3-.3-3gS & 3 ,|. M 3 




'* n "S 3 ^ se- ft 

I Si 3 ft 3.2. 



S-b o-S 



Jpa 3 , 

D3g- " 



~ N 

3 



3.ftft?/Sa2S-Sfta.Ba«3 







3 B 



1 a.'c h 

S35» » B. 
g 3 C ?• B „ 



r)f| g tt . O". » « 3 S 



3.<<3- 3 2 = Sc»cl;» 3. 
3*»|s3 r a|.lsSs8- ? 




*§ 

» 01 
ft 

B l 
1-1 


3 
a> 








-/ P 



L 



L 




L 






!::0:; ; >™S;:iWrWK:::s: 



■ ■ ■■■■ ■■■■■■ .: .■:. 



KARL LIEBKNECHT 



L 




■'■"•■' 




MILITARISMUS UND 
ANTIMILITARISMUS 



L 




mlMmrWmm 



V* 



L 



'A positive force in the light against Communism' 

X-DD261 
.4 4P 




L 



WITH 

CHRISTIAN DEMOCRACY 

TOWARD LIBERATION AND JUSTICE 
FOR MEN AND NATIONS 



^_ 



The Christian Democratic Union of Central Europe 

18 East 60th Street, New York 22, N. Y. 




L 






L 



L